Pil­ger zie­hen wie­der nach Ma­ria Brünn­lein

Kir­che Tra­di­tio­nel­le Ober­hau­se­ner Wall­fahrt ins Ries steht am 18. Ju­ni un­ter dem Mot­to „Ma­ria, Schutz­frau Bay­erns“

Donauwoerther Zeitung - - Landkreis - VON PE­TER MAI­ER Kon­takt An­mel­dun­gen neh­men die Fa­mi­li­en Bur­gard un­ter Te­le­fon 08431/44758 und Pett­mes­ser, 08431/5365060, ent­ge­gen.

Wem­ding/Ober­hau­sen Es ist mitt­ler­wei­le die 42. Auf­la­ge, zu der sich am Sonn­tag, 18. Ju­ni, Scha­ren von Gläu­bi­gen bei der tra­di­tio­nel­len Ober­hau­se­ner Wall­fahrt zur Wem­din­ger Ba­si­li­ka Ma­ria Brünn­lein auf­ma­chen. Bei idea­lem Wet­ter rech­nen die Ver­an­stal­ter mit rund 700 Pil­gern.

Als der Ober­hau­se­ner Ar­tur Bur­gard Mit­te der Sieb­zi­ger sein Gelüb­de ab­leg­te und erst­mals ein­lös­te, war es ei­ne Wan­de­rung mit Ver­wand­ten. In­zwi­schen ist die Ver­an­stal­tung zur größ­ten Fuß­wall­fahrt nach Wem­ding ge­wor­den und trug we­sent­lich da­zu bei, dass das Got­tes­haus am Ries­rand in den Rang ei­ner Ba­si­li­ka auf­stieg. Am Start in Ber­tolds­heim ist die Pil­ger­schar noch über­schau­ba­rer, doch in den Or­ten ent­lang der Stre­cke schlie­ßen sich im­mer mehr Wall­fah­rer an.

Wer den ge­sam­ten Weg meis­tern will, hat 40 Ki­lo­me­ter und ei­ni­ge Hö­hen­me­ter über die Ju­ra­aus­läu­fer vor sich. Ein ge­müt­li­cher Spa­zier­gang ist dies kei­nes­wegs. Doch wer dies als Her­aus­for­de­rung sieht, für den soll­te die Wall­fahrt auch kei­ne Qu­al wer­den. Die Ober­hau­se­ner Ver­an­stal­ter sind für ih­re per­fek­te Or­ga­ni­sa­ti­on in Wall­fah­rer­krei­sen be­kannt. Längst ha­ben die Ver­ant­wort­li­chen den Weg in­spi­ziert, da­mit am 18. Ju­ni nichts Un­vor­her­ge­se­he­nes pas­sie­ren kann. Mit zu­neh­men­der Teil­neh­mer­zahl in­stal­lier­ten die Or­ga­ni­sa­to­ren mit den Jah­ren nach­hal­ti­ge Struk­tu­ren. Die Pio­nie­re von einst ste­hen nicht mehr in vor­ders­ter Rei­he, die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on hat Ver­ant­wor­tung über­nom­men. Das „Ta­ges­ge­schäft“ist auf so vie­le Schul­tern ver­teilt, dass der rei­bungs­lo­se Ablauf si­cher be­wäl­tigt wer­den kann. Das schät­zen nicht nur Pil­ger im Ort und in der Um­ge­bung. Für vie­le Wall­fah­rer ist der drit­te Sonn­tag im Ju­ni längst ein fes­tes Da­tum im Ter­min­ka­len­der. Die Or­ga­ni­sa­to­ren kön­nen nach­wei­sen, dass bis­her Wall­fah­rer aus rund 160 Or­ten sin­gend und be­tend am Bitt­gang teil­ge­nom­men ha­ben.

Da­mit die Vor­be­rei­tung op­ti­mal ver­läuft, ist es wich­tig, dass sich die Teil­neh­mer an­mel­den. Die Fä­den lau­fen bei den Fa­mi­li­en Bur­gard und Pett­mes­ser zu­sam­men. Sie ha­ben ein er­fah­re­nes Team hin­ter sich, bei dem je­der Hand­griff sitzt. Auch Ge­be­te, Ge­sän­ge und Für­bit­ten sind vor­be­rei­tet. Den Gleich­klang im Pil­ger­zug ge­währ­leis­ten meh­re­re Sta­tio­nen ei­ner mo­der­nen und mo­bi­len Laut­sprech­an­la­ge. Im Rei­se­ge­päck be­fin­det sich au­ßer­dem ei­ne Wall­fah­rer­ker­ze. Heu­er pil­gern die Ober­hau­se­ner un­ter dem Mot­to: „Ma­ria, Schutz­frau Bay­erns.“

Den Si­cher­heits­dienst auf der gan­zen Stre­cke über­nimmt ein­mal mehr die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Ober­hau­sen. Die Hel­fer des Ro­ten Kreu­zes ste­he bei ge­sund­heit­li­chen Pro­ble­men an der Sei­te der Be­dürf­ti­gen. Für die Ver­pfle­gung der Wall­fah­rer gibt es ei­ne ei­ge­ne Ab­tei­lung von Hel­fern. Zwei Rast­sta­tio­nen müs­sen auf und ab­ge­baut wer­den.

Beim Auf- und Ab­bau von Ti­schen, Bän­ken und Ver­pfle­gungs­stän­den und Ver­la­den in die Lkw leis­ten die Be­tei­lig­ten Ak­kord­ar­beit. Wer von Be­ginn an da­bei ist, hat ei­nen lan­gen Tag vor sich. Der be­ginnt bei Dun­kel­heit um 1.45 Uhr mit ei­ner Mor­gen­an­dacht in der Ober­hau­se­ner Kir­che, die Orts­pfar­rer Ser­ge Sen­ze­di ab­hält. Da­nach tref­fen sich die Wall­fah­rer an der Ber­tolds­hei­mer Stau­stu­fe, um ge­gen 2.30 Uhr los­zu­zie­hen. Ei­ne St­un­de spä­ter er­reicht der Zug Neu­hau­sen und trifft um 4.15 Uhr in Gans­heim ein. Plan­mä­ßig er­reicht der Pil­ger­zug um 5.15 Uhr Dait­ing. Am dor­ti­gen Sport­heim sind die Früh­stücks­ti­sche auf­ge­stellt. 45 Mi­nu­ten bleibt Zeit zur Stär­kung, pünkt­lich um 6 Uhr geht es wie­der wei­ter. Um 6.35 Uhr pas­sie­ren die Wall­fah­rer Hoch­feld, um 7.25 Uhr It­zing und er­rei­chen um 8.15 Uhr das Feld­kreuz vor Fünf­stet­ten, wo ei­ne Vier­tel­stun­de Für­bit­ten an­ste­hen. Die zwei­te Rast mit ei­ner Brot­zeit folgt um 9.30 Uhr im Wald vor Lom­mers­heim. Um 10.05 Uhr setzt sich der Zug wie­der in Be­we­gung, durch­quert den Ort und biegt dann in den Wem­din­ger Kreuz­weg ein. Ge­plan­te An­kunft an der Ba­si­li­ka Ma­ria Brünn­lein ist um 11.10 Uhr. Wall­fahrts­rek­tor Nor­bert Traub wird dort zu­sam­men mit den Mi­nis­tran­ten die Wall­fah­rer emp­fan­gen und zu Kir­che ge­lei­ten. Nach dem fei­er­li­chen Hoch­amt vor dem Gna­den­al­tar ha­ben die Pil­ger Ge­le­gen­heit, mit­ge­führ­te Ge­fä­ße am Brun­nen da­hin­ter zu be­fül­len. Nach dem Mit­tag­es­sen gibt es noch ei­ne Nach­mit­tags­an­d­acht. Um die Rück­rei­se aus Wem­ding küm­mern sich die Wall­fah­rer selbst.

Fo­to: Pe­ter Mai­er

Die Wem­din­ger Wall­fahrts­ba­si­li­ka Ma­ria Brünn­lein ist das Ziel der Ober­hau­se­ner Wall­fahrt.

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