Im Ein­satz für den Na­tur­schutz

Um­welt­mi­nis­te­ri­um zeich­net drei Ge­biets­be­treu­er aus

Donauwoerther Zeitung - - Landkreis -

Land­kreis Drei Ge­biets­be­treu­er aus dem Land­kreis Do­nau-Ries sind jetzt aus­ge­zeich­net wor­den. Nach dem Mot­to „Na­tur­schutz. Für dich. Vor Ort.“bil­den sie die Schnitt­stel­len zwi­schen Mensch und Na­tur­schutz. Für ihr gro­ßes En­ga­ge­ment wur­den sie da­her vom Amts­chef des baye­ri­schen Um­welt­mi­nis­te­ri­ums, Dr. Chris­ti­an Barth, als in­ter­na­tio­na­les UN-De­ka­de-Pro­jekt aus­ge­zeich­net.

Die UN-De­ka­de-Aus­zeich­nung er­hal­ten Pro­jek­te, die sich be­son­ders für nach­hal­ti­ge Nut­zung, Er­hal­tung oder Ver­mitt­lung der bio­lo­gi­schen Viel­falt ein­set­zen. Hin­ter­grund die­ses Pro­jek­tes ist der Rück­gang der Bi­o­di­ver­si­tät welt­weit. Mit der UNDe­ka­de Bio­lo­gi­sche Viel­falt 2011 – 2020 soll das Be­wusst­sein für die Be­deu­tung der Bi­o­di­ver­si­tät für das Le­ben und Wirt­schaf­ten der Men­schen ge­stärkt wer­den.

Ge­biets­be­treue­rin Michae­la Schnel­ler ist für das öst­li­che Do­nau­ried bei Mer­tin­gen und Obern­dorf un­ter der Trä­ger­schaft vom Bund Na­tur­schutz zu­stän­dig. Ju­dith Kron berg ist für das Nörd­lin­ger Ries zu­stän­dig. Trä­ger der Ge­biets­be­treu­ung Nörd­lin­ger Ries sind der Rie­ser Na­tur­schutz­ver­ein, die Schutz­ge­mein­schaft Wem­din­ger Ried so­wie der Land­kreis Do­nau-Ries.

Ei­ne Schwer­punkt­auf­ga­be der bei­den Ge­biets­be­treue­rin­nen ist der Wie­sen­brü­ter­schutz. Im Rah­men des seit 2015 lau­fen­den schwä­bi­schen Pi­lot­pro­jek­tes sind sie als Wie­sen­brü­ter-Be­ra­te­rin­nen für den Schutz von Gro­ßem Brach­vo­gel und Kie­bitz zu­stän­dig. „Wir su­chen die Ge­le­ge­stand­or­te, ge­hen auf die Land­nut­zer zu und ver­su­chen sie für das Ar­ten­hilfs­pro­gramm Wie­sen­brü­ter zu be­geis­tern, bei dem die Land­wir­te die Ge­le­ge des Brach­vo­gels bei der Be­wirt­schaf­tung schüt­zen.“, er­klärt Kron­berg. Schnel­ler er­gänzt: „Auch für den Kie­bitz set­zen wir Schutz­maß­nah­men um. Bei­spiels­wei­se kön­nen die Land­wir­te ver­spä­tet Mais aus­sä­en, so­dass die Kie­bitz­kü­ken bei der Flä­chen­be­wirt­schaf­tung be­reits flüg­ge sind. Für die­se Schutz­maß­nah­men mit dem ent­spre­chen­den Ern­te­aus­fall wer­den die Be­wirt­schaf­ter ent­schä­digt.“

Als drit­ter Ge­biets­be­treu­er im Land­kreis Do­nau-Ries ist der Lech­tal-Ge­biets­be­treu­er Ste­phan Jüstl im Ein­satz. Er be­treut den Fluss in sei­ner vol­len Län­ge un­ter der Trä­ger­schaft von Le­bens­raum Lech­tal.

Seit 2003 wird die Ge­biets­be­treu­ung in Bay­ern vom Baye­ri­schen Na­tur­schutz­fonds ge­för­dert. 37 Ge­bie­te wer­den der­zeit be­treut.

www.ge­biets­be­treu­er.bay­ern.de

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