Wun­der­bar wan­der­bar

Donauwoerther Zeitung - - Donauwörth - MA­XI­MI­LI­AN CZYSZ

Ho­mo sa­pi­ens com­mea­tus ist schon ei­ne ko­mi­sche Spe­zi­es: Im­mer zur Fe­ri­en­zeit presst sich der be­weg­te und wei­se Mensch in sei­nen Blech­kä­fig auf vier Rä­dern, um dann in sechs, sie­ben oder auch mehr Stun­den durchs Ge­bir­ge zu don­nern. Er nimmt vie­le Mü­hen auf sich, um Son­ne, Strand und Meer er­le­ben zu kön­nen. Der Mo­tor kocht, die Bei­fah­re­rin schon lan­ge, die Kin­der quen­geln und auf der Stra­ße geht es kaum vor­an. Son­ne heißt Stau – schließ­lich kom­men vie­le be­weg­te und wei­se Men­schen gleich­zei­tig auf die Idee, end­lich wie­der raus aus dem All­tag zu müs­sen. Und das bit­te auf dem schnells­ten Weg und in kür­zes­ter Zeit. Ge­nau dar­um geht es näm­lich: Zeit, die heu­te nie­mand mehr hat.

Scha­de ei­gent­lich. Wer sich Zeit nimmt und be­wusst aufs Au­to ver­zich­tet, kann mehr er­le­ben als am Teu­to­nen­grill un­term Son­nen­schirm. Be­que­me Schu­he, ein klei­ner Ta­ges­ruck­sack mit Ver­pfle­gung und los geht’s: Der Land­kreis Do­nau-Ries ist wun­der­bar wan­der­bar. Wer sich auf Schus­ters Rap­pen macht, lernt auf den vie­len an­ge­bo­te­nen We­gen – nicht nur die Schön­heit der Na­tur – mit vie­len Hö­he­punk­te ken­nen. Wer wan­dert und die Lang­sam­keit für sich ent­deckt, der kommt zur Ru­he und sam­melt neue Kräf­te. Und das völ­lig kos­ten­los.

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