Ben­no von Mei­ßen in der Spi­tal­kir­che

Donauwoerther Zeitung - - Kirchenanzeiger -

Am heu­ti­gen Frei­tag ist Ge­denk­tag für den hei­li­gen Ben­no, der in der Zeit des In­ves­ti­tur­streits ein be­weg­tes Le­ben hat­te. Um 1010 na­he Hil­des­heim ge­bo­ren, ist er der Über­lie­fe­rung nach zwi­schen 1105 und 1107 hoch­be­tagt in Mei­ßen ver­stor­ben, wo er seit 1066 Bi­schof war. Als Hein­rich IV. ihn 1085 als Bi­schof von Mei­ßen ab­ge­setzt hat­te, soll Ben­no die Kir­chen­schlüs­sel in die El­be ge­wor­fen ha­ben, da­mit der Kai­ser das Got­tes­haus nicht be­tre­ten konn­te. Nach sei­ner Wie­der­ein­set­zung soll ihm der Über­lie­fe­rung nach ein Fisch über­bracht wor­den sein, an des­sen Flos­sen die Schlüs­sel hin­gen. Ben­no wer­den Orts­grün­dun­gen wie bei­spiels­wei­se Bi­schofs­wer­da und Bisch­heim zu­ge­schrie­ben, au­ßer­dem der Be­ginn des Wein­an­baus im Elb­tal­kes­sel zwi­schen Pir­na, Dres­den und Mei­ßen. Sein Gr­ab im Dom zu Mei­ßen wur­de in der Re­for­ma­ti­on zer­stört, die Re­li­qui­en wur­den an­geb­lich vor­her ent­fernt, nach Bay­ern über­führt und 1580 in der Münch­ner Frau­en­kir­che bei­ge­setzt. Ben­no gilt des­halb auch als Pa­tron Mün­chens und Alt­bay­erns. Un­ser Bild zeigt ei­ne Skulp­tur aus dem Hoch­al­tar der Spi­tal­kir­che in Rain, de­ren Pa­tro­zi­ni­um am ver­gan­ge­nen Sonn­tag ge­fei­ert wer­den konn­te.

Text und Bild: Riehl

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