Scho­ko­la­de aus dem Ries

Er­näh­rung Die Nörd­lin­ger Scho­ko­queen Ju­lia Holecek stellt die brau­ne Köst­lich­keit nach Wunsch ih­rer Kun­den in­di­vi­du­ell zu­sam­men. Mit ih­rem Ge­schäft will sie nun durch­star­ten

Donauwoerther Zeitung - - "lick Ins 2ies - VON RE­NÉ LAU­ER

Nörd­lin­gen Wie die Scho­ko­la­de am bes­ten schmeckt? Ganz klas­sisch, oh­ne wei­te­re Zu­ta­ten. Oder vi­el­leicht mit kna­cki­gen, gan­zen Ha­sel­nüs­sen. Mit Erd­bee­ren­stü­cken? Nun, je­der hat da andere Prä­fe­ren­zen.

Die Ent­schei­dung, wel­che Sor­te nun wirk­lich die bes­te ist, fällt vor dem Re­gal im Su­per­markt je­des Mal aufs Neue schwer. Und oft gibt es dann nicht ein­mal die Va­ri­an­te, die sich der Ein­käu­fer gerade ein­bil­det. Die Nörd­lin­ge­rin Ju­lia Holecek hat die Lö­sung für die­ses Di­lem­ma. Sie macht die Scho­ko­la­de ein­fach selbst, ganz nach den Wün­schen ih­rer Kun­den.

Un­ter dem Na­men Scho­ko­queen ist die Heil­prak­ti­ke­rin vor gut ei­nem hal­ben Jahr in die Scho­ko­la­den­pro­duk­ti­on ein­ge­stie­gen. Ih­re Aus­wahl? „Ziem­lich groß.“Von Gr­und­va­ri­an­ten, wie Holecek sie nennt, mit Nüs­sen oder ge­trock­ne­ten Früch­ten bis hin zu Ro­sen­blü­ten­blät­tern oder ge­rös­te­ten Hanf­sa­men reicht das An­ge­bot, mit dem man sich die Scho­ko­la­de gar­nie­ren las­sen kann. Na­tür­lich könn­ten Kun­den auch ih­re in­di­vi­du­el­le Wunsch-Scho­ko­la­de be­stel­len, sagt Holecek.

Neue Krea­tio­nen macht sie über ih­re Face­book-Sei­te pu­blik. Dort er­rei­chen die Scho­ko­queen auch re­gel­mä­ßig Be­stel­lun­gen. Den Groß­teil des Ver­kaufs wi­ckelt die Nörd­lin­ge­rin über die so­zia­le Platt­form ab, aber ih­re Pro­duk­te sei­en auch schon in ei­ni­gen Lä­den in der Re­gi­on auf La­ger.

Sie ma­che nicht ir­gend­ei­ne ge­wöhn­li­che Sü­ßig­keit, dar­auf legt Holecek wert. Für ih­re Scho­ko­la­de ver­wen­de sie nur Roh­ka­kao in Bi­o­qua­li­tät – der sei nicht nur viel ge­sün­der, als der von den meis­ten Fir­men ver­wen­de­te Ka­kao, son­dern schme­cke auch bes­ser. „Für ge- wöhn­lich kau­fen die gro­ßen Her­stel­ler den Ka­kao aus Mas­sen­pro­duk­tio­nen und las­sen ihn rös­ten“, er­klärt Holecek. Nähr­stof­fe sei­en so kaum noch vor­han­den.

Der für ih­re Pro­duk­te ver­wen­de­te Roh­ka­kao ha­be au­ßer­dem das Self-Tra­de-Sie­gel. Das ge­währ­leis­te, dass die Ka­kao-Bau­ern auch fair be­zahlt wür­den. Künst­li­che Zu­ta­ten ge­be es bei ihr nicht. Die Scho­ko­la­de, dar­aus macht sie kein Ge­heim­nis, be­steht nur aus ro­hen Ka­kao­boh­nen, Ka­kao­but­ter, en­t­öl­tem Ka­kao, Bour­bon-Va­nil­le, et­was Salz und Aga­ven­dick­saft als Sü­ßungs­mit­tel. Des­halb sei­en ih­re Pro­duk­te auch lak­to­se- und glu­ten­frei.

Dass sie mit ih­rem klei­nen Un­ter­neh­men beim Preis der Kon­kur­renz nicht ganz mit­hal­ten kann, lie­ge auf der Hand. 3,50 Eu­ro kos­tet ei­ne Ta­fel mit 55 Gramm der Rie­ser Scho­ko­la­de. Noch läuft die Scho­ko-Pro­duk­ti­on bei Ju­lia Holecek ne­ben­bei, ir­gend­wann, das ist ihr Traum, möch­te sie von ih­rem Un­ter­neh­men le­ben. Auf die­ses Ziel ar­bei­tet sie hin.

Bald möch­te sie die Pro­duk­ti­on mit ei­ner ei­gens da­für ein­ge­rich­te­ten Kü­che pro­fes­sio­na­li­sie­ren. Ei­ne neue Home­page soll da­bei hel­fen, ih­re Pro­duk­te im In­ter­net bes­ser zu ver­mark­ten. Ne­ben ih­ren Wa­ren bie­tet Holecek au­ßer­dem Scho­koSe­mi­na­re an, bei de­nen die Teil­neh­mer et­was über die Zu­ta­ten ler­nen und na­tür­lich auch ih­re ei­ge­nen Köst­lich­kei­ten her­stel­len dür­fen.

Wie die Nörd­lin­ge­rin über­haupt auf die Idee kam, ins Scho­ko­la­denGe­schäft ein­zu­stei­gen? „Ich will die Men­schen mit mei­ner Ar­beit glück­lich ma­chen“, sagt Holecek. Und wo­mit ge­he das bes­ser als mit Scho­ko­la­de?

Künst­li­che Zu­ta­ten gibt es bei ihr nicht

Fo­to: Re­né Lau­er

Ju­lia Holecek aus Nörd­lin­gen macht als Scho­ko­queen ih­re ei­ge­ne Scho­ko­la­de. Für ih­re Pro­duk­te ver­wen­de sie aus­schließ­lich na­tür­li­che Zu­ta­ten, sagt die Heil­prak­ti­ke­rin.

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