70 Jäh­ri­ge über­rascht Ein­bre­cher

Män­ner ha­ben wo­mög­lich meh­re­re Ta­ten be­gan­gen

Donauwoerther Zeitung - - Bayern - VON UTE KROGULL

Fried­berg Dem schnel­len Han­deln ei­ner 70-jäh­ri­gen Frau ver­dankt es die Po­li­zei Fried­berg, dass sie zwei Ein­bre­cher fest­neh­men konn­te. Die Män­ner sind wo­mög­lich für meh­re­re Ta­ten in den ver­gan­ge­nen Wo­chen ver­ant­wort­lich. Die Se­nio­rin hat­te den No­t­ruf ge­wählt, weil sie zwei Män­ner da­bei über­rascht hat­te, wie die­se in ihr Rei­hen­haus am Orts­rand des Stadt­teils Fried­berg­West ein­bre­chen woll­ten. Rand­be­rei­che der Wohn­be­bau­ung gel­ten als be­son­ders ge­fähr­det für sol­che Ta­ten.

Ein Tä­ter klin­gel­te laut Po­li­zei an der Tür, of­fen­bar, um fest­zu­stel­len, ob je­mand da­heim ist. Die Frau schau­te vor­sichts­hal­ber erst ein­mal aus dem Fens­ter – und ent­deck­te ei­nen Mann, der an der Ecke Schmie­re stand. Als sie dann die Haus­tür öff­ne­te, über­rasch­te sie ei­nen an­de­ren Mann, der mit ei­nem Werk­zeug das Toi­let­ten­fens­ter auf­bre­chen woll­te. Die bei­den 26- und 27-jäh­ri­gen Män­ner flüch­te­ten so­fort – und die Frau eil­te zum Te­le­fon.

Auf­grund der her­vor­ra­gen­den Be­schrei­bung der rüs­ti­gen Rent­ne­rin konn­te die Po­li­zei die bei­den Tat­ver­däch­ti­gen nach kur­zer Fahn­dung we­ni­ge Ki­lo­me­ter ent­fernt am Fried­ber­ger See fest­neh­men. Uni­for­mier­te und zi­vi­le Strei­fen ar­bei­te­ten da­bei zu­sam­men. Ei­ne Ge­gen­über­stel­lung mit der Frau ver­lief ein­deu­tig po­si­tiv, so­dass erst ein­mal die Hand­schel­len klick­ten.

Die Män­ner, die ei­nen fes­ten Wohn­sitz im Kreis Augs­burg ha­ben, muss­ten nach Rück­spra­che mit der Staats­an­walt­schaft wie­der frei­ge­las­sen wer­den, da kei­ne Flucht­ge­fahr be­ste­he. Al­ler­dings wird es für sie wohl ein Wie­der­se­hen mit der Po­li­zei ge­ben.

Denn nun wird ge­prüft, ob die bei­den auch für wei­te­re Ein­brü­che im Fried­ber­ger Stadt­ge­biet in den letz­ten Wo­chen in­fra­ge kom­men. Un­ter an­de­rem hat­ten Un­be­kann­te in ei­ner ein­zi­gen Nacht in sechs Ge­bäu­de in der 30 000-Ein­woh­ner­Stadt ein­ge­bro­chen.

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