Ur­teil im „Fall Li­sa“

Pro­zess I Be­wäh­rungs­stra­fe für 24-Jäh­ri­gen

Donauwoerther Zeitung - - Panorama -

Ber­lin Fast ein­ein­halb Jah­re nach Auf­klä­rung des „Falls Li­sa“ist ein 24-Jäh­ri­ger in Ber­lin zu ei­ner Be­wäh­rungs­stra­fe von ei­nem Jahr und neun Mo­na­ten Haft ver­ur­teilt wor­den. In dem Ver­fah­ren un­ter Aus­schluss der Öf­fent­lich­keit wur­de er des schwe­ren se­xu­el­len Miss­brauchs von Kin­dern schul­dig ge­spro­chen, er­klär­te ei­ne Ge­richts­spre­che­rin am Di­ens­tag. Zu­dem er­hielt er ei­ne Geld­stra­fe von 3000 Eu­ro.

Der Fall des da­mals 13-jäh­ri­gen russ­land­deut­schen Mäd­chens aus Ber­lin hat­te An­fang 2016 Auf­re­gung über Deutsch­land hin­aus ver­ur­sacht. Li­sa hat­te nach ih­rem kurz­zei­ti­gen Ver­schwin­den wahr­heits­wid­rig be­haup­tet, von drei süd­län­disch aus­se­hen­den Män­nern ent­führt und ver­ge­wal­tigt wor­den zu sein. Der rus­si­sche Au­ßen­mi­nis­ter warf deut­schen Be­hör­den spä­ter so­gar Ver­tu­schung vor.

Im Zu­ge der Er­mitt­lun­gen stieß die Po­li­zei auf den jetzt Ver­ur­teil­ten, der nach Über­zeu­gung des Ge­richts im Herbst 2015 ein­ver­nehm­li­chen Oral­sex mit dem Kind hat­te und die­sen auch film­te.

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