Die Macht der Kir­che

Donauwoerther Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zum In­ter­view „Kann ein An­ti­se­mit Pries­ter wer­den?“(Po­li­tik) mit dem Prä­si­den­ten des Zen­tral­rats der Ju­den, Jo­sef Schus­ter, vom 20. Ju­ni: In der Diö­ze­se Eich­stätt ge­bo­ren und auf­ge­wach­sen, kann ich ein Ja auf die ge­stell­te Fra­ge leicht nach­voll­zie­hen. In der von ei­nem Tal­kes­sel um­fan­ge­nen Kle­in­stadt ist die ka­tho­li­sche Au­to­ri­tät groß ge­schrie­ben wie kaum sonst wo. Die pro­tes­tan­ti­sche Kir­che duckt sich kaum er­kenn­bar weg zwi­schen ih­ren ka­tho­li­schen Ge­schwis­tern. Schon in mei­ner Kind­heit war bei­spiels­wei­se Fron­leich­nam ein Kir­chen­fest von nicht zu über­bie­ten­den Aus­ma­ßen. Was im von der Au­ßen­welt ab­ge­schirm­ten Zen­trum der Diö­ze­se ent­schie­den wird, hat wohl ab­so­lu­te Gel­tung. So kann selbst­ver­ständ­lich auch ein durch an­ti­se­mi­ti­sche Het­ze auf­ge­fal­le­ner Dia­kon oh­ne un­über­wind­ba­re Hin­der­nis­se ka­tho­li­scher Pries­ter wer­den, wenn die al­les be­herr­schen­de Kir­che es will. Hans Ger­big, Gerst­ho­fen

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