Nur für Fans von Chuck Ber­ry

Donauwoerther Zeitung - - Feuilleton -

Bei Chuck Ber­ry wuss­te man nie, wie man dran war. Der größ­te Rock‘n’-Roller al­ler Zei­ten – als Song­au­tor wie als Gi­tar­ren-In­tro­Kö­nig – konn­te star­ke Kon­zer­te ab­lie­fern, aber auch lau­si­ge. Mit spä­te­ren Plat­ten war es ähn­lich. Als er im März in dem für ei­nen Ro­cker bi­bli­schen Al­ter von 90 Jah­ren starb, hat­te er noch ein Al­bum hin­ter­las­sen. „Chuck“heißt es und be­stä­tigt die Fest­stel­lung, dass man nie wuss­te, wie man bei ihm dran war. Die Hard­core-Fans müs­sen jetzt tap­fer sein. Was da von 1991 bis 2014 auf­ge­nom­men wur­de, schüt­telt ei­nen durch ein Wech­sel­bad der Ge­füh­le. Es fängt groß­ar­tig an mit der Be­schwö­rung der „Won­der­ful Wo­man“und setzt sich fort mit der hö­rens­wer­ten Bot­schaft „Big Boys“: Der Opa er­klärt den Jun­gen das Le­ben.

Dass er „John­ny B. Goo­de“als „La­dy Be Goo­de“co­vert, oh­ne sein al­tes Frau­en­bild zu än­dern, hät­te es nicht ge­braucht. Eben­so we­nig wie pseu­do-fei­er­li­che Sprech­ge­sän­ge. Nur was für Fans. (rup) *****

(Dec­ca/Uni­ver­sal)

Chuck Ber­ry: Chuck

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