Lek­tio­nen fürs (Lie­bes-)Le­ben

Donauwoerther Zeitung - - Bayern - VON MICHA­EL BÖHM bmi@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Auf die har­te Tour hat ein 27-jäh­ri­ger Nie­der­bay­er am Frei­tag ei­ni­ge Lek­tio­nen fürs Le­ben ge­lernt. Die wich­tigs­te zu­erst: Leg Dich nicht mit ei­ner Frau an!

Die Ge­schich­te geht so: Ei­ne Spa­zier­gän­ge­rin alar­mier­te am Mor­gen die Feu­er­wehr, als sie ei­nen Mann ent­deckt hat­te, der split­ter­fa­ser­nackt auf ei­nem Haus­dach saß. Die Feu­er­wehr tat, was sie tun muss: Sie rück­te aus und be­frei­te den Mann aus sei­ner miss­li­chen La­ge. Mit Blau­licht. Mit Dreh­lei­ter. Und der ein oder an­de­re Ret­ter ver­mut­lich mit ei­nem schel­mi­schen Grin­sen im Ge­sicht.

Denn der Hin­ter­grund der Not­la­ge des Man­nes wur­de vor Ort schnell auf­ge­klärt. Nach ei­nem Streit mit sei­ner Freun­din hat­te die­se ihn aus ih­rer Woh­nung ge­wor­fen. Der 27-Jäh­ri­ge war der Auf­for­de­rung der Liebs­ten im Zorn um­ge­hend nach­ge­kom­men und kur­zer­hand durch das Dach­fens­ter ge­stie­gen – so wie Gott ihn schuf und oh­ne über mög­li­che Kon­se­quen­zen nach­zu­den­ken. Die er­bos­te Freun­din hin­ge­gen re­agier­te schnell und er­teil­te dem per­so­ni­fi­zier­ten Grund ih­rer Ver­är­ge­rung ei­ne Lehr­stun­de: Sie schloss das Fens­ter, kehr­te ih­rem Freund den Rü­cken und ver­ließ die Woh­nung.

Was ist nun al­so die Moral die­ser Ge­schicht? Ers­tens: Bring die Frau dei­nes Her­zens erst gar nicht in Ra­ge. Zwei­tens: Soll­te es doch ein­mal so weit kom­men, be­nut­ze im­mer die Haus­tür für ei­nen ge­ord­ne­ten Rück­zug. Drit­tens: Beim Ver­las­sen der Woh­nung un­be­dingt im­mer an zwei Sa­chen den­ken. Schlüs­sel. Und Un­ter­ho­se!

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