Ent­eig­nung und Kre­di­te

Donauwoerther Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zu „Ita­li­en ist das neue Sor­gen­kind im Eu­ro­raum“(Wirt­schaft) vom 23. Ju­ni: Um Staa­ten zu ent­schul­den, gibt es die Mög­lich­kei­ten Steu­er­er­hö­hung, Ent­eig­nung der Bür­ger (z.B. Kas­sie­ren von Spar­gut­ha­ben, sie­he Zy­pern) oder In­fla­ti­on. Draghi und die EZB ste­hen für In­fla­ti­on mit gleich­zei­ti­ger Null­pro­zent­zins­po­li­tik = Ent­eig­nung der Spa­rer. Ih­re Gra­fik über das Wirt­schafts­wachs­tum ent­spricht auch den Tar­get2-Sal­den. Im Tar­get2-Sys­tem wer­den Ge­schäf­te im Eu­ro­raum ab­ge­wi­ckelt. Nor­ma­ler­wei­se soll­ten die Sal­den aus­ge­gli­chen sein. Der größ­te Kre­dit­neh­mer dort ist Ita­li­en mit rund 420 Mil­li­ar­den Eu­ro. Ita­li­en liegt mit 0,9 % auf dem letz­ten Platz beim Wirt­schafts­wachs­tum. Der größ­te Kre­dit­ge­ber im Tar­get2-Sys­tem ist die Deut­sche Bun­des­bank mit 830 Mil­li­ar­den Eu­ro. Mich er­in­nert das an den Gast­wirt, der sei­ne Gäs­te im­mer an­schrei­ben ließ, im­mer grö­ße­re Um­sät­ze mach­te und dann plei­te­ging. Hur­ra, wir sind Ex­port­welt­meis­ter! Richard Gei­ger, Fried­berg

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