Meer und noch viel mehr

Donauwoerther Zeitung - - Die Welt Unserer Kinder -

Wann mein schöns­ter Tag war? Da muss ich nicht lan­ge über­le­gen: Na­tür­lich gleich am ers­ten Fe­ri­en­tag im letz­ten Som­mer. Mei­ne El­tern, mein Bru­der und ich flo­gen auf die grie­chi­sche In­sel Kre­ta, gleich nach der Schu­le, nach­dem ich mein Zeug­nis be­kom­men ha­be. Das war herr­lich, als ich von oben aus dem klei­nen Fens­ter im Flug­zeug ge­guckt ha­be. Da war das Meer, das so rie­sig und dun­kel­blau war. Die Men­schen am Flug­ha­fen wa­ren bei der Lan­dung nur so groß wie mei­ne Play­mo­bil­fi­gu­ren, von de­nen ich ei­nen gan­zen Kel­ler voll ha­be. Viel­leicht wa­ren sie auch noch klei­ner. Mit ei­nem Ta­xi fuh­ren wir dann zum Ho­tel. Da ka­men mit uns noch ei­ni­ge an­de­re Fa­mi­li­en mit Kin­dern an. Die Bu­ben und Mäd­chen traf ich gleich nach dem Mit­tag­es­sen in dem gro­ßen Pool. Wir ha­ben uns so­fort su­per ver­stan­den und spiel­ten denn gan­zen Tag. So toll­ten wir durch den Gar­ten des Ho­tels, in dem vie­le ver­schie­de­ne Pal­men und Blu­men wach­sen. Wir spiel­ten Räu­ber und Gen­darm und 15/14. Und wisst ihr, was am tolls­ten war: Wir spiel­ten mit all den an­de­ren Kin­dern auch am Abend. Mei­ne El­tern sind dann zum Schla­fen ge­gan­gen. Und wir spiel­ten im­mer noch wei­ter. Es war der längs­te Tag mei­nes Le­bens – und auch der schöns­te. Bald flie­gen wir wie­der nach Kre­ta, und ich hof­fe, dass ich al­le mei­ne Freun­de wie­der­se­he.

Jo­se­fi­ne, 8 Jah­re, aus Fried­berg

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