Al­les im Rah­men

Donauwoerther Zeitung - - Donauwörth - VON WOLF­GANG WIDEMANN re­dak­ti­on@do­nau­wo­er­t­her zei­tung.de

Na al­so, es geht doch! Das wird man­cher sa­gen, wenn er die Nach­richt vom Rüs­tungs­ge­schäft der Fir­ma Air­bus mit der Bun­des­wehr liest. Ge­nau­er ge­sagt die Tat­sa­che zur Kennt­nis nimmt, dass 15 Hub­schrau­ber vom Typ H145M wie ge­plant aus­ge­lie­fert wur­den. Al­so im ver­ein­bar­ten Zei­t­raum, im Kos­ten­rah­men und oh­ne Be­an­stan­dun­gen. Bei an­de­ren Pro­jek­ten sah dies an­ders aus. Bis der Kampf­hub­schrau­ber Ti­ger und der Trans­port­he­li­ko­pter NH 90 an die Trup­pe ge­lie­fert wur­den, ver­gin­gen vie­le Jah­re. Ter­mi­ne ver­zö­ger­ten sich im­mer wie­der und es gab Be­rich­te über ver­meint­li­che Un­zu­läng­lich­kei­ten. Dies hat­te viel­fäl­ti­ge Ur­sa­chen. Zum ei­nen muss­ten die­se Ma­schi­nen völ­lig neu ent­wi­ckelt wer­den, die Vor­ga­ben der Bun­des­wehr än­der­ten sich im­mer wie­der und die In­ter­es­sen meh­rer Staa­ten wa­ren un­ter ei­nen Hut zu brin­gen, da es sich um mul­ti­na­tio­na­le Pro­jek­te han­del­te.

In­zwi­schen be­mü­hen sich Wirt­schaft und Bund, die Auf­trä­ge ef­fi­zi­en­ter und kon­struk­ti­ver ab­zu­wi­ckeln. Die H 145 M ist ein Bei­spiel, wie es ge­lin­gen kann. Die Vor­aus­set­zun­gen da­für wa­ren al­ler­dings weit güns­ti­ger als bei Ti­ger und NH 90, denn die 15 Ex­em­pla­re für das Kom­man­do Spe­zi­al­kräf­te (KSK) ba­sie­ren auf dem zi­vi­len Mo­dell H 145. Die­ses ist seit vie­len Jah­ren be­währt und wei­ter­ent­wi­ckelt. Es war al­so nur noch nach den Wün­schen der Trup­pe um­zu­rüs­ten.

Das Un­ter­neh­men sieht nun Chan­cen für wei­te­re Mi­li­tär­auf­trä­ge – mit der Bun­des­wehr, aber auch mit an­de­ren Staa­ten. Na­tür­lich wer­den da­mit die Ar­beits­plät­ze in Do­nau­wörth ge­si­chert.

Von Vor­teil für bei­de Sei­ten scheint auch der War­tungs­ver­trag, wie er bei der H145M ge­schlos­sen wur­de. Wenn die Fir­ma für den Ser­vice ver­ant­wort­lich zeich­net und je nach Er­folg be­zahlt wird, scheint die Ver­füg­bar­keit der Ma­schi­nen weit hö­her zu sein, als wenn sich die Bun­des­wehr selbst dar­um küm­mert. Ein Mo­dell, das Schu­le ma­chen könn­te – und den Air­bus-Stand­ort wei­ter stärkt.

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