Fol­ter­mord aus Ei­fer­sucht?

32-Jäh­ri­ger steht vor Augs­bur­ger Land­ge­richt

Donauwoerther Zeitung - - Bayern -

Augs­burg Er fol­ter­te sei­ne Freun­din und schlug sie tot: Ein 32-jäh­ri­ger Leih­ar­bei­ter aus Po­len hat vor dem Augs­bur­ger Land­ge­richt ge­stan­den, dass er für den Tod ei­ner 33-jäh­ri­gen Frau ver­ant­wort­lich ist. Die Tat spiel­te sich im Ok­to­ber vo­ri­gen Jah­res in ei­ner Ar­bei­ter­un­ter­kunft in Groß­ait­in­gen (Kreis Augs­burg) ab. Der An­ge­klag­te war über­zeugt, dass sei­ne Freun­din, die eben­falls aus Po­len stamm­te und hier als Leih­ar­bei­te­rin tä­tig war, ihn mit ei­nem an­de­ren Mann be­trügt. Al­ler­dings hat er sich die Af­fä­re wohl nur ein­ge­bil­det. Die Er­mitt­lun­gen der Po­li­zei er­ga­ben je­den­falls kei­nen Hin­weis auf ei­nen Lieb­ha­ber. In der An­kla­ge­schrift ist des­halb von ei­ner „grund­lo­sen“und „grau­sa­men“Tat die Re­de. Als der An­ge­klag­te die Frau ver­prü­gel­te, woll­te er von ihr den Na­men des ver­meint­li­chen Lieb­ha­bers wissen. Zur Stra­fe für die an­geb­li­che Af­fä­re ra­sier­te er ihr zu­dem teil­wei­se die Kopf­haa­re. Er brach­te die Frau drei St­un­den spä­ter in ei­ne Kli­nik in Bo­bin­gen. Zu der Zeit war bei dem Op­fer aber be­reits der Hirn­tod ein­ge­tre­ten. Die Staats­an­walt­schaft be­wer­tet die Tat als Mord. Der An­ge­klag­te be­teu­ert da­ge­gen, er ha­be den Tod sei­ner Freun­din nicht ge­wollt.

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