Wun­der­bar, wan­der­bar

Donauwoerther Zeitung - - Donauwörth - MA­XI­MI­LI­AN CZYSZ re­dak­ti­on@do­nau­wo­er­t­her zei­tung.de

Ho­mo sa­pi­ens com­mea­tus, al­so der ge­wöhn­li­che Zeit­ge­nos­se, ist schon ei­ne et­was ko­mi­sche Spe­zi­es: Im Som­mer presst sich der be­weg­te und wei­se Mensch an Wo­che­n­en­den oder zur Fe­ri­en­zeit in sei­nen Blech­kä­fig auf vier Rä­dern, um dann vie­le St­un­den gen Ge­bir­ge oder gar hin­durch zu don­nern.

Er nimmt vie­le Mü­hen auf sich, um Gip­fel zu er­klim­men oder Son­ne, Strand und Meer er­le­ben zu kön­nen. Der Mo­tor kocht, die Bei­fah­re­rin schon lan­ge, die Kin­der quen­geln und auf der Stra­ße geht es kaum vor­an. Son­ne heißt, ge­stau­te Blech­la­wi­nen – schließ­lich kom­men vie­le be­weg­te und wei­se Men­schen gleich­zei­tig auf die Idee, end­lich wie­der raus aus dem All­tag zu müs­sen. Und das bit­te auf dem schnells­ten Weg und in kür­zes­ter Zeit.

Ge­nau dar­um geht es näm­lich: Zeit, die heu­te nie­mand mehr hat. Wer sich näm­lich die Zeit nimmt und be­wusst aufs Au­to ver­zich­tet, kann mehr er­le­ben als auf der Alm oder am Teu­to­nen­grill un­term Son­nen­schirm. Be­que­me Schu­he, ein klei­ner Ta­ges­ruck­sack mit Ver­pfle­gung ein­ge­packt und los geht’s: Un­se­re Re­gi­on ist wun­der­bar wan­der­bar. Wer sich auf Schus­ters Rap­pen durch Wald und Flur macht, lernt auf den vie­len Rund­we­gen nicht nur die Schön­heit der Na­tur mit vie­len kul­tu­rel­len Hö­he­punk­ten und ver­steck­ten Klein­oden ken­nen. Wer wan­dert und die Lang­sam­keit für sich ent­deckt, der kommt auch zur Ru­he und sam­melt neue Kräf­te. Und das völ­lig kos­ten­los und ganz oh­ne Stress und Stau.

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