Nun müs­sen die Bür­ger zah­len

Fi­nan­zie­rung Die Klär­an­la­ge in Nie­der­schö­nen­feld soll En­de Ju­li in den Pro­be­be­trieb ge­hen. Ein Teil der Fi­nan­zie­rung be­inhal­tet die Ver­bes­se­rungs­bei­trä­ge, die nun ein­ge­zo­gen wer­den

Donauwoerther Zeitung - - Große Kreisstadt | An Donau, Lech Und Schmutter - VON JÜR­GEN ZIEGELMEIR

Nie­der­schö­nen­feld Feld­heim Die Bau­ar­bei­ten an der Klär­an­la­ge in Nie­der­schö­nen­feld ge­hen in die letz­te Pha­se. Noch sei­en zwar Rest­ar­bei­ten zu er­le­di­gen, „aber En­de Ju­li wol­len wir in den Pro­be­be­trieb ge­hen“, be­rich­te­te Bür­ger­meis­ter Pe­ter Mahl in der Ge­mein­de­rats­sit­zung. Um ei­nen Teil der Fi­nan­zie­rung zu de­cken, zieht die Ge­mein­de nun die Ge­büh­ren ein, die die Bür­ger be­zah­len müs­sen. Die­se so­ge­nann­ten Ver­bes­se­rungs­bei­trä­ge be­rech­nen sich nach der Ge­schoss­flä­che der vor­han­de­nen Grund­stü­cke.

Die Sum­me, die ein Ei­gen­tü­mer be­glei­chen muss, ad­diert sich aus den ein­zel­nen Eta­gen, die sich nach dem Au­ßen­maß des Ge­bäu­des er­mit­teln. Kel­ler wer­den mit der vol­len Flä­che her­an­ge­zo­gen, Dach­ge­schos­se je­doch nur, wenn sie aus­ge­baut sind. Pro Qua­drat­me­ter Ge­schoss­flä­che wer­den 6,60 Eu­ro mul­ti­pli­ziert. Die Bür­ger wer­den die Rech­nung in zwei Ra­ten er­hal­ten. Im vier­ten Quar­tal die­ses Jah­res wer­den vier Eu­ro fäl­lig und im zwei­ten Quar­tal 2018 der Rest von 2,60 Eu­ro. Dass die Ge­mein­de die­se Bei­trä­ge er­he­ben darf, be­grün­det sich im Amts­deutsch mit der For­mu­lie­rung: „Für die Ver­bes­se­rung und Er­neue­rung der Ent­wäs­se­rungs­ein­rich­tung.“Mit den Zah­lungs­ein­gän­gen wird dann ein Teil der Fi­nan­zie­rung ge­sche­hen.

1,2 Mil­lio­nen Eu­ro wird die Ge­mein­de da­bei ins­ge­samt ein­neh­men. Mit ei­nem Staats­zu­schuss von 337000 Eu­ro und ei­nem Dar­le­hen von 1,6 Mil­lio­nen Eu­ro gleicht sich das Pro­jekt in der Buch­füh­rung aus, wie der Haus­halts­plan dar­legt. Zu­ver­sicht­lich, dass die Ge­mein­de den Start­knopf En­de Ju­li drü­cken kann, ist auch Hu­bert Zel­ler.

Als Zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Klär­wär­ter ist er mit dem Pro­jekt ver­traut und be­fasst sich seit Be­ginn der Bau­ar­bei­ten in­ten­siv mit der neu­en Tech­nik. „Wir sind schon sehr weit fort­ge­schrit­ten, aber eben noch nicht ganz fer­tig“, sagt Zel­ler.

Ge­ra­de sei­en die Ver­put­zer und Ma­ler am Werk. Der Schlamm­sta­pel­be­häl­ter müs­se noch auf Dich­tig­keit über­prüft wer­den, di­ver­se Klei­nig­kei­ten feh­len in der Elek­tro­in­stal­la­ti­on und Steue­rung.

Star­tet die neue Klär­an­la­ge, wird sich vor­aus­sicht­lich auch schon die Pho­to­vol­ta­ik-Ein­rich­tung auf dem Dach des Be­triebs­ge­bäu­des be­fin­den, die 40910 Eu­ro kos­ten wird. Läuft der Be­trieb dann rei­bungs­los, war­ten al­ler­dings noch ei­ni­ge Ar­bei­ten, die das Jahr­hun­dert­pro­jekt kom­plet­tie­ren.

So wird in der Marx­hei­mer Stra­ße ein He­be­werk in­stal­liert und die Zu­lei­tung zur Klär­an­la­ge über den Eu­lach­weg er­neu­ert.

Foto: Ziegelmeir

Bald wird der Kran an der Bau­stel­le ab­ge­baut, dann sind noch ei­ni­ge Rest­ar­bei­ten zu er­le­di­gen und En­de Ju­li soll der Pro­be­lauf sein.

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