Schnup­pern bei der Ju­gend­wer­bung

Der Mu­sik­ver­ein Eder­heim sucht Nach­wuchs für sei­ne Ju­gend­grup­pe

Donauwoerther Zeitung - - K!ar.text - VON PHIL­IPP WEHR­MANN

Eder­heim Knapp ein dut­zend In­stru­men­te wer­den er­klin­gen, wenn die Ju­gend­grup­pe des Mu­sik­ver­eins Eder­heim zu ih­rer Ju­gend­wer­bung bläst. Man möch­te in­ter­es­sier­ten Kin­dern und ih­ren El­tern ei­ne Ge­le­gen­heit bie­ten, ei­nen Tag lang in die Blas­mu­sik zu schnup­pern, er­klärt die Or­ga­ni­sa­to­rin und Ju­gend­lei­te­rin des Ver­eins, Kat­ja Schied.

Sämt­li­che In­stru­men­te, die auch in der Ka­pel­le ge­spielt wer­den, könn­ten dort aus­pro­biert wer­den, sagt Schied. Trom­pe­te, Flü­gel­horn, Kla­ri­net­te, Po­sau­ne, Tu­ba so­wie ein Schlag­zeug und Per­cus­sio­nin­stru­men­te stün­den zur Ver­fü­gung. Er­öff­net wird das Fest von der Ju­gend­grup­pe selbst mit ei­nem Kon­zert, das am kom­men­den Sonn­tag, 2. Ju­li, um 14 Uhr be­ginnt. Von den 35 Ju- spie­len 25 ak­tiv in der Grup­pe – zehn be­fän­den sich noch im Ein­zel­un­ter­richt, sagt Schied.

Et­wa acht Jah­re alt soll­ten die Kin­der sein, um der Ju­gend­grup­pe bei­zu­tre­ten, er­klärt der Vor­sit­zen­de des Ver­eins, Phil­ipp Kai­ser. Dann stün­den aber erst ein­mal et­wa zwei Jah­re Ein­zel­un­ter­richt in ei­ner Mu­sik­schu­le an. In vie­len Mu­sik­ver­ei­nen wür­den die Kin­der in­tern von Mit­glie­dern un­ter­rich­tet wer­den. Da­ge­gen ha­be man sich aber be­wusst ent­schie­den. Die Un­ter­richts­qua­li­tät ei­nes aus­ge­bil­de­ten Mu­sik­leh­rers sei schlicht­weg hö­her, wenn­gleich ihm der fi­nan­zi­el­le Un­ter­schied für die El­tern be­wusst sei. Die El­tern wür­den bei den Mu­sik­schul­kos­ten aber un­ter­stützt – zehn Eu­ro spons­ort der Ver­ein pro Mo­nat und Kind. „Na­tür­lich wün­schen wir uns, dass der Nach­wuchs uns dann auch lan­ge er­hal­ten bleibt“, sagt er. Der Zu­schuss sei schließ­lich In­ves­ti­ti­on in die Zu­kunft, die aus­schließ­lich aus Kon­zert­er­lö­sen fi­nan­ziert wür­de. Um ei­ne Mög­lich­keit zu ha­ben, die In­stru­men­te ken­nen­zu­ler­nen, ge­be es ne­ben der Ju­gend­wer­bung auch Schnup­per­stun­den in der Rie­ser Mu­sik­schu­le in Nörd­lin­gen und in der Mu­sik­schu­le Neresheim. Mit bei­den Schu­len ar­bei­te der Ver­ein, je nach In­stru­ment, zu­sam­men, er­klärt Kai­ser.

Meist wür­den die Jün­ge­ren, wenn sie be­reit, im Sep­tem­ber in die ak­ti­ve Ju­gend­grup­pe auf­ge­nom­men wer­den, sagt Ju­gend­lei­te­rin Schied. Je nach­dem, wie viel sie üb­ten, daue­re es bis da­hin zwei bis drei Jah­re. Der Al­ters­un­ter­schied sei dann in­ner­halb der Ju­gend­grup­pe, an­ders als bei vie­len an­de­ren Hob­bys, recht groß. Den­noch wür­den die Neu­an­gend­li­chen kömm­lin­ge schnell auf­ge­nom­men wer­den – spä­tes­tens bei der jähr­lich ge­mein­sa­men Frei­zeit im Ok­to­ber, bil­de sich ei­ne freund­schaft­li­che Ge­mein­schaft. Die Frei­zeit in Veits­wei­ler im Land­kreis Ans­bach ha­be aber auch ei­nen an­de­ren Zweck: Dort wer­de in­ten­siv für das Jah­res­ab­schluss­kon­zert im De­zem­ber ge­probt. An­sons­ten fin­den die Pro­ben, au­ßer in den Fe­ri­en, wö­chent­lich am Frei­tag statt.

So­bald die Ju­gend­li­chen be­reit da­für sind, könn­ten sie die so­ge­nann­te „D1-Prü­fung“ab­le­gen, er­klärt Schied. Da­mit sei­en sie dann be­rech­tigt, in die Stamm­ka­pel­le zu wech­seln. „Die Ju­gend­li­chen müs­sen sich zwar gut dar­auf vor­be­rei­ten, aber es ist schon mach­bar“, er­klärt sie. Die Mu­sik­leh­rer be­rei­te­ten sie schließ­lich gut dar­auf vor und wüss­ten, wor­auf es an­kom­me.

Foto: De­nis Dwo­r­at­schek

Die Ju­gend­grup­pe des Mu­sik­ver­eins Eder­heim bei der Pro­be. Links im Bild lei­tet Ju­gend­di­ri­gen­tin El­ke Ruf die Ka­pel­le. Am kom­men­den Sonn­tag kön­nen sich In­ter­es­sier­te an ver­schie­de­ne In­stru­men­te wa­gen.

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