Br­ex­it: Jetzt wird es ernst

EU-Ab­ge­ord­ne­ter Lambs­dorff warnt Groß­bri­tan­ni­en

Donauwoerther Zeitung - - Erste Seite - VON SI­MON KA­MIN­SKI

Augs­burg Die EU und Groß­bri­tan­ni­en ha­ben am Mon­tag ih­re ers­te mehr­tä­gi­ge Ver­hand­lungs­run­de über den Br­ex­it be­gon­nen. In Brüs­sel ka­men am Vor­mit­tag da­zu EUVer­hand­lungs­füh­rer Mi­chel Bar­nier und der bri­ti­sche Br­ex­it-Mi­nis­ter Da­vid Da­vis zu­sam­men. „Wir wer­den uns nun in den Kern des The­mas ver­tie­fen“, sag­te Bar­nier.

Der Vi­ze­prä­si­dent des Eu­ro­päi- schen Par­la­ments, Alex­an­der Graf Lambs­dorff (FDP), er­klär­te im Ge­spräch mit un­se­rer Zei­tung, dass es „das Wich­tigs­te aus deut­scher Sicht ist, dass durch den Br­ex­it der eu­ro­päi­sche Bin­nen­markt kei­nen Scha­den nimmt“.

Lambs­dorff warn­te vor der auf der In­sel ver­brei­te­ten An­sicht, dass ein Schei­tern der Ver­hand­lun­gen bes­ser sei als ein schlech­ter Ver­trag: „Soll­te es tat­säch­lich kei­ne Ei­ni­gung bei den Br­ex­it-Ver­hand­lun­gen ge- ben, wür­de das Groß­bri­tan­ni­en mit vol­ler Här­te tref­fen. Dann wä­ren die Be­zie­hun­gen zu Eu­ro­pa schlag­ar­tig auf ei­nem Sta­tus wie vor 40 Jah­ren.“The­men zum Auf­takt der Ge­sprä­che sind un­ter an­de­rem die künf­ti­ge recht­li­che Stel­lung von EU-Bür­gern in Groß­bri­tan­ni­en, die Fi­nanz­for­de­run­gen der EU so­wie der Sta­tus der bri­ti­schen Pro­vinz Nord­ir­land.

Wal­ter Rol­ler er­klärt im Leit­ar­ti kel, was Eu­ro­pa so­fort an­pa­cken könn­te und müss­te.

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