Nur nie­mand är­gern

Donauwoerther Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zum In­ter­view „Emp­fin­den Sie die Ehe für al­le als Nie­der­la­ge?“(Bay­ern) vom 14. Ju­li: Wie soll man das nen­nen, was der Herr Kar­di­nal da von sich ge­ge­ben hat? Al­les wun­der­schön ab­ge­wo­gen und di­plo­ma­tisch: nur nie­mand är­gern. Das war so gar nicht die Art des hl. Pau­lus und all der Hei­li­gen und Mär­ty­rer. Nur ja kei­nen Ge­gen­satz zum Staat! Stimmt, die Kir­che hat ei­ne düs­te­re Tra­di­ti­on be­züg­lich ih­res Ver­hal­tens ge­gen­über den Ho­mo­se­xu­el­len! Aber ein kla­res Wort der Weg­wei­sung, was man für gut und rich­tig hält, das er­war­tet man von ei­ner Kir­che ei­gent­lich schon. Das ist doch ih­re Auf­ga­be in die­ser Welt. Und das muss ja nicht mit ei­ner Ver­dam­mung de­rer ein­her­ge­hen, die ei­nen an­de­ren Weg ge­hen wol­len. Der Staat ak­zep­tiert nach ei­ni­ger Zeit, was der Zeit­geist und die Mehr­heit wünscht. Das ist in ei­ner De­mo­kra­tie so. Dass sich die Kir­che am Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ori­en­tiert, das ist neu. Ei­gent­lich hat sie ja aber ei­ne Schrift, an der sie sich aus­rich­ten könn­te. Und die ist 2000 Jah­re und mehr alt. Ein Kar­di­nal­feh­ler, was man da le­sen kann ...

Lin­den­berg

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