Das Ge­heim­nis der Bo­den­wel­len

Ver­kehr Die Une­ben­hei­ten auf der B 25 am Küh­berg be­schäf­ti­gen nach wie vor das Staat­li­che Bau­amt. Was Gut­ach­ter sa­gen und wie es wei­ter­geht

Donauwoerther Zeitung - - Erste Seite - VON WOLF­GANG WIDEMANN

Die Une­ben­hei­ten auf der B25 am Küh­berg be­schäf­ti­gen nach wie vor das Staat­li­che Bau­amt. Wie es wei­ter­geht.

Do­nau­wörth Die Ur­sa­che ist wei­ter un­be­kannt, aber die Ge­fahr ist of­fen­bar ge­bannt. So lässt sich die Si­tua­ti­on im Be­reich der B-25-An­schluss­stel­le Wör­nitz­stein/Berg be­schrei­ben. Dort bil­de­ten sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf den bei­den Fahr­spu­ren in Rich­tung Do­nau­wörth meh­re­re Bo­den­wel­len. Die wur­den so groß, dass sich das Staat­li­che Bau­amt Augs­burg zum Han­deln ge­zwun­gen sah. Nun lie­gen die Er­geb­nis­se ei­nes Gut­ach­tens vor. Wie es wei­ter­geht, ist aber noch un­klar.

Doch der Rei­he nach. Seit De­zem­ber 2009 rollt der Ver­kehr auf dem zu­vor au­to­bahn­ähn­lich aus­ge­bau­ten Ab­schnitt. Schon bald wölb­te und senk­te sich der As­phalt am Küh­berg. Der Grund da­für war ein Rät­sel. Bau­män­gel konn­ten nicht fest­ge­stellt wer­den, auch das Ent­wäs­se­rungs­sys­tem funk­tio­nier­te. Weil sich die Fahr­bahn wei­ter „be­weg­te“, schal­te­te die Be­hör­de Ex­per­ten der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät (TU) München ein. Die un­ter­such­ten im vo­ri­gen Jahr den Un­ter­grund ganz ge­nau.

We­nig spä­ter be­schloss das Staat­li­che Bau­amt ei­ne So­fort­maß­nah­me. Die Wel­len hat­ten sich noch­mals ver­grö­ßert. Zwar war die zu­läs­si­ge Höchst­ge­schwin­dig­keit an der Stel­le be­reits auf 80 St­un­den­ki­lo­me­ter re­du­ziert wor­den, je­doch be­fürch­te­te die Be­hör­de, auf schnee­be­deck­ter Stra­ße oder bei zu ho­her Ge­schwin­dig­keit könn­ten die Bo­den­wel­len ein Fahr­zeug der­art be­ein­flus­sen, dass ei­ne ge­fähr­li­che Si­tua­ti­on ent­ste­hen könn­te. Des­halb ließ das Amt die mys­te­riö­sen Une­ben­hei­ten ab­frä­sen und ei­ne pro­vi­so­ri­sche neue As­phalt­schicht auf­zie­hen.

Seit­dem wird die Fahr­bahn – so be­rich­tet Ste­fan Gr­ei­neder vom Staat­li­chen Bau­amt – al­le sechs Wo­chen ver­mes­sen, zu­letzt in der vo­ri­gen Wo­che. Er­geb­nis: „Es tut sich so gut wie nichts.“In­zwi­schen liegt auch das Er­geb­nis des TUGut­ach­tens vor. Die Sach­ver­stän­di­gen ha­ben bis in ei­ne Tie­fe von acht Me­tern ge­bohrt und stie­ßen dann dort auf Fels. Mög­li­che Gip­s­ein­schlüs­se – sol­che wa­ren Gr­ei­neder zu­fol­ge ver­mu­tet wor­den, weil sie den Bo­den in­sta­bil ma­chen kön­nen – fan­den die Gut­ach­ter nicht. An­de­re Be­son­der­hei­ten – eben­falls Fehl­an­zei­ge. „Es gibt so rich­tig kein Er­geb­nis“, bi­lan­ziert der Be­hör­den­ver­tre­ter.

Die TU emp­feh­le aber: „Das Gan­ze raus und neu bau­en.“So wer­de es wohl auch kom­men. Da ei­ne neue Fahr­bahn auf dem Bo­den­wel­len-Teil­stück je­doch viel Geld kos­te, war­te man vor­sichts­hal­ber noch bis zum nächs­ten Jahr. Die pro­vi­so­ri­sche Fahr­bahn­de­cke hal­te ei­ne Wei­le und nach ei­nem wei­te­ren Win­ter ha­be man ziem­li­che Ge­wiss­heit, ob sich der Un­ter­grund wei­ter be­we­ge oder nicht.

Soll­ten 2018 die Bau­ma­schi­nen an­rü­cken, wür­den nach An­ga­ben von Gr­ei­neder auch die klei­ne­ren Bo­den­wel­len be­sei­tigt, die sich ei­ni­ge Hun­dert Me­ter wei­ter in Rich­tung Do­nau­wörth im Be­reich der Brü­cke na­he der Zie­ge­lei ge­bil­det ha­ben.

Fo­to: Wolf­gang Widemann

Ex­per­ten der TU München un­ter­such­ten den Un­ter­grund der B25. Das Er­geb­nis liegt jetzt vor. Dem­nach ist die Ge­fahr wohl ge­bannt, wenn­gleich die Ur­sa­che für die Bo­den­wel­len nach wie vor un­be­kannt ist.

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