„Hel­fen­de En­gel“auf dem Dorf

Aus­bil­dung 13 Dorf­hel­fe­rin­nen bei Sankt Jo­han­nes ver­ab­schie­det

Donauwoerther Zeitung - - Große Kreisstadt | An Donau, Lech Und Schmutter -

Marxheim Schweins­point Ganz un­ter dem Mot­to „Hel­fen­de En­gel“stand die Schul­ab­schluss­fei­er der Neu­bur­ger Ka­tho­li­schen Fach­schu­le für Dorf­hel­fe­rin­nen und Dorf­hel­fer in der Stif­tung Sankt Jo­han­nes. 13 „frisch ge­ba­cke­ne“Dorf­hel­fe­rin­nen, al­le in schmu­cken Dirndln, er­hiel­ten aus der Hand von Schul­lei­ter Man­fred Her­de ih­re Zeug­nis­se.

In gu­ter Tra­di­ti­on be­gann die Fei­er mit ei­nem Got­tes­dienst in der Stif­tungs­kir­che Zum Hei­li­gen Her­zen Je­su, den Lan­des­ca­ri­tas­di­rek­tor Prä­lat Bern­hard Pi­endl ze­le­brier­te. Den Fest­akt um­rahm­te der Heim­chor mit fet­zi­gen Lie­dern und Schla­gern, wie et­wa „Mar­mor­stein und Ei­sen bricht, aber un­se­re Lie­be nicht“.

Do­re­en Paus, Lei­te­rin der Aus-, Fort- und Wei­ter­bil­dung bei der Stif­tung Sankt Jo­han­nes, be­grüß­te zahl­rei­che Eh­ren­gäs­te, un­ter ih­nen Mi­nis­te­ri­al­di­rek­tor Hu­bert Bitt­l­may­er, Amts­chef des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Er­näh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten, der die Fest­an­spra­che hielt. Dorf­hel­fe­rin sei ein tol­ler, aber auch ein schwe­rer Beruf.

Die Dorf­hel­fe­rin ver­tritt die Bäue­rin oder den Land­wirt im land­wirt­schaft­li­chen Be­trieb, wenn die­se durch Er­kran­kung, Un­fall oder ähn­li­che Not­fäl­le nicht mehr in der La­ge sind, ih­re Fa­mi­lie zu ver­sor­gen oder ih­re be­trieb­li­chen Auf­ga­ben zu er­fül­len. Dorf­hel­fe­rin­nen be­sit­zen ne­ben land­wirt­schaft­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen auch Fä­hig­kei­ten im päd­ago­gisch-er­zie­he­ri­schen und so­zia­len Be­reich.

„Sie sprin­gen ein, sie küm­mern sich um die Men­schen, wenn die Not auf ei­nem Hof am größ­ten ist“, sag­te er. Der Beruf Dorf­hel­fe­rin, der ver­gleich­bar sei mit Haus­wirt­schaf­te­rin, ha­be enor­me volks­wirt­schaft­li­che Be­deu­tung und ei­ne viel­ver­spre­chen­de Zu­kunft. „Die Men­schen wer­den im­mer äl­ter und kön­nen nur dann mög­lichst lan­ge im ei­ge­nen Heim le­ben, wenn sie ei­ne haus­wirt­schaft­li­che Un­ter­stüt­zung ha­ben“, er­klär­te er. Statt viel Geld in die Au­t­o­pfle­ge wer­de man Geld in ei­ne gu­te Men­schen­pfle­ge in­ves­tie­ren. Bald wer­de man mer­ken, dass sich die In­ves­ti­ti­on in ei­ne Bil­lig­pfle­ge-Va­ri­an­te nicht loh­ne. Den Dorf­hel­fe­rin­nen wünsch­te er „ei­ne emo­tio­na­le, aber auch fi­nan­zi­el­le Wert­schät­zung durch die Be­völ­ke­rung.“(ma)

Fo­to: Ar­loth

13 Dorf­hel­fe­rin­nen er­hiel­ten in ei­ner Fei­er­stun­de in der Stif­tung Sankt Jo­han­nes Schweins­point ih­re Zeug­nis­se. Un­ser Fo­to zeigt sie zu­sam­men mit Schul­lei­ter Man­fred Her­de (Drit­ter von rechts) und ei­ni­gen Eh­ren­gäs­ten.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.