An­de­re Schwer­punk­te

Donauwoerther Zeitung - - Landkreis - In­go Lem­beck,

Zu den Ar­ti­keln „Da­mit es nicht mehr zu gig ist“vom 25. Ju­li und „Mehr Le bens­qua­li­tät im Us­sel­tal“vom 26. Ju­li: Wir, die Bür­ger ei­nes Wahl­krei­ses, ha­ben ver­schie­de­ne Rechts­funk­tio­nen. Vor den Wah­len – ein Grund­recht der De­mo­kra­tie – muss sich der Wäh­ler in­for­mie­ren. Ei­ne Fest­stel­lung: Das Par­la­ment ist das rang­höchs­te Ver­fas­sungs­or­gan; die Ab­ge­ord­ne­ten ver­tre­ten un­se­re In­ter­es­sen im Sinn ei­nes „Ge­schäfts­füh­rungs­ver­tra­ges“– so hät­te es ein Ju­rist er­klärt! In der Zei­tung am 25. Ju­li: Po­li­ti­ker – un­se­re Ab­ge­ord­ne­ten und Mit­glie­der der Par­la­men­te – beim Spa­ten­stich in Wem­ding. Kurz dar­auf: Ab­ge­ord­ne­te und Kom­mu­nal­po­li­ti­ker wei­hen die Orts­durch­fahrt in Deit­ing ein. Es fällt auf, dass wie­der die­sel­ben Man­dats­trä­ger die­sen „wich­ti­gen“Ter­min wahr­neh­men. Po­li­ti­ker sol­len sich in der Öf­fent­lich­keit zei­gen! Aber: Ei­ne an­de­re Auf­ga­be darf nicht ver­drängt wer­den! Der Dia­log mit dem Bür­ger, Wäh­ler und Steu­er­zah­ler. Ein Jah­res­ge­halt, das über dem Durch­schnitt liegt, recht­fer­tigt die­se Pflicht. Durch re­gel­mä­ßi­ge Ge­sprä­che mit dem Bür­ger – Par­tei, Per­son und Sta­tus egal. Der Wahl­kampf be­ginnt nicht erst ei­ni­ge Wo­chen vor der Wahl, son­dern er­streckt sich über die gan­ze Le­gis­la­tur­pe­ri­ode. Ei­ne Mehr­heit muss „ver­tei­digt“wer­den, auch wenn wir in un­se­rem Wahl­kreis kei­ne ernst­haf­te Pro­vo­ka­ti­on dar­stel­len. Das Wahl­ver­hal­ten hat sich ge­än­dert: „Wenn du im Par­la­ment re­den willst, dann re­de zu­erst mit Bür­gern.“Die­ser Grund­satz wur­de im­mer mehr ver­drängt. Es fehl­ten die Po­li­ti­ker, die spon­tan das Ge­spräch mit dem Bür­ger such­ten. Wer könn­te ge­meint sein?

Monheim

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