„Das hat wirk­lich kei­ner ver­dient“

Mo­tor­sport Der Wem­din­ger Renn­fah­rer Mar­co See­fried schei­det bei den 24 St­un­den von Spa vor­zei­tig aus. An ei­ner Fremd­ein­wir­kung liegt das aber nicht

Donauwoerther Zeitung - - Sport Vor Ort -

Wem­ding Nach dem be­rühmt be­rüch­tig­ten 24-St­un­den-Ren­nen auf der Nür­burg­ring-Nord­schlei­fe im Mai stand für Mar­co See­fried mit den 24 St­un­den von Spa der nächs­te Langstre­cken-Ma­ra­thon auf dem Pro­gramm. Ge­mein­sam mit der Mann­schaft von Emil Frey Ra­c­ing so­wie sei­nen Team­kol­le­gen Chris­ti­an Kli­en und Jo­na­than Hir­schi ging er auf dem bel­gi­schen Kurs im Emil Frey GT3 Ja­gu­ar an den Start. Doch für See­fried und sei­ne Mann­schaft fand das Ren­nen in Spa un­ver­hofft ein frü­hes En­de.

Im hart um­kämpf­ten Qua­li­fy­ing zum größ­ten GT3-Ren­nen der Welt, das ein Star­ter­feld von 63 Fahr­zeu­gen um­fasst, reich­te es für die Mann­schaft rund um See­fried le­dig­lich für den 35. Start­platz. Doch der 41-Jäh­ri­ge und sei­ne Team­kol­le­gen lie­ßen sich von dem Er­geb­nis aus der Qua­li­fi­ka­ti­on nicht un­ter­krie­gen und fo­kus­sier­ten sich auf ih­re Auf­hol­jagd im Ren­nen.

Nach­dem See­fried den Bo­li­den zum plan­mä­ßi­gen Bo­xen­stopp von Jo­na­than Hir­schi über­nom­men hat­te, fand er so­fort sei­nen Rhyth­mus und konn­te pro­blem­los an die Leis­tun­gen des Schwei­zers an­knüp­fen.

„Mein St­int ver­lief wirk­lich gut“, blickt See­fried zu­rück. „Lei­der hat­te ich in der ers­ten Sa­fe­ty-Car-Pha­se et­was Pech und fiel ei­ne Run­de zu­rück. Den­noch konn­te ich mit den Zei­ten des Füh­rungs­fel­des mit­hal­ten und mich ge­gen En­de mei­nes Ein­sat­zes um ei­ni­ge Po­si­tio­nen ver­bes­sern.“

Nur drei Run­den, nach­dem Mar­co See­fried den Bo­li­den an sei­nen Kol­le­gen Chris­ti­an Kli­en über­ge­ben hat­te, gab es ein Pro­blem am Fahr­zeug mit der Start­num­mer 114. Ein Schaden an der Rad­auf­hän­gung ver­hin­der­te ein Wei­ter­fah­ren und zwang die Mann­schaft, den Ja­gu­ar aus dem Ren­nen zu­rück­zu­zie­hen. „Die­ses Pro­blem war kom­plett neu für uns. Dass ein sol­ches Teil oh­ne ei­ne Fremd­ein­wir­kung ka­putt­geht, darf nicht pas­sie­ren. Jetzt heißt es, den Vor­fall zu ana­ly­sie­ren, um ei­nen Aus­fall wie die­sen in Zu­kunft zu ver­mei­den“, äu­ßer­te sich der Ja­gu­ar-Pi­lot zu dem Zwi­schen­fall in Spa und füg­te noch hin­zu: „Dass un­ser Team mit kei­nem der Au­tos das Ziel er­rei­chen konn­te, tut mir wirk­lich sehr leid. Al­le ar­bei­ten so hart für den Er­folg – das hat wirk­lich kei­ner ver­dient!“

Am 1. Ok­to­ber geht es für See­fried in Barcelona in die nächs­te und gleich­zei­tig fi­na­le Run­de des Blancpain GT Se­ries En­duran­ce Cup. Doch vor­her ste­hen für den Rou­ti­nier mit den Läu­fen auf dem Utah Mo­tor­sports Cam­pus (11. Au­gust) und dem Cir­cuit of the Ame­ri­cas (1. Sep­tem­ber) zwei wei­te­re Run­den in der Pi­rel­li World Chal­len­ge auf dem Plan. (pm)

Fo­tos: Brecht De­cancq/Emil Frey Ra­c­ing

Die 24 St­un­den von Spa – ein lan­ges Ren­nen, das so­wohl den Fah­rern wie auch den Au­tos viel ab­ver­langt.

Mar­co See­fried und sein Team müs­sen nun das tech­ni­sche Pro­blem ana­ly­sie­ren.

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