Freun­din am Hals ge­packt: Ge­fäng­nis

Jus­tiz Amts­ge­richt ver­ur­teilt Mann aus dem Jura­be­reich. Dem 26-Jäh­ri­gen wird auch sein Vor­le­ben zum Ver­häng­nis

Donauwoerther Zeitung - - Jura - VON WOLF­GANG WIDEMANN

Mon­heim/Nörd­lin­gen Ein Fall von häus­li­cher Ge­walt in ei­nem Dorf in der Mon­hei­mer Alb hat das Amts­ge­richt Nörd­lin­gen be­schäf­tigt. Auf der An­kla­ge­bank saß ein Mann, der mit sei­ner Freun­din ei­ne hand­fes­te Aus­ein­an­der­set­zung hat­te. Weil der 26-Jäh­ri­ge kein un­be­schrie­be­nes Blatt war, fiel die Stra­fe saf­tig aus. Er soll ins Ge­fäng­nis.

Der Fall trug sich im Fe­bru­ar 2017 zu. Der jun­ge Mann kam von der Ar­beit nach Hau­se und reg­te sich dar­über auf, dass sei­ne Part­ne­rin vor dem Fern­se­her saß und die Woh­nung nicht auf­ge­räumt hat­te. Die Frau ließ sich die Vor­wür­fe nicht ge­fal­len und setz­te sich zur Wehr – zu­nächst ver­bal.

Erst kurz zu­vor ei­ne Be­wäh­rungs­stra­fe be­kom­men

Der Streit es­ka­lier­te. Es kam zu ge­gen­sei­ti­gen Atta­cken. Dann pack­te der 26-Jäh­ri­ge sei­ne Freun­din am Hals und drück­te sie ge­gen die Wand. Die Aus­ein­an­der­set­zung en­de­te erst, als die Frau Pfef­fer­spray ein­setz­te.

Die ge­gen­sei­ti­gen An­zei­gen führ­ten zu ei­nem Pro­zess ge­gen den Mann we­gen vor­sätz­li­cher Kör­per­ver­let­zung.

Vor Ge­richt war er ge­stän­dig. Was ge­gen den An­ge­klag­ten sprach: Er war be­reits ein­schlä­gig vor­be­straft und nur acht Ta­ge vor dem Streit we­gen ei­ner an­de­ren Sa­che (un­ter an­de­rem Com­pu­ter­be­trug) zu ei­ner Be­wäh­rungs­stra­fe ver­ur­teilt wor­den.

Die Staats­an­wäl­tin for­der­te des­halb ei­ne sechs­mo­na­ti­ge Frei­heits­stra­fe. Der Ver­tei­di­ger hin­ge­gen plä­dier­te auf vier Mo­na­te zur Be­wäh­rung. Rich­te­rin Andrea Ei­sen­barth folg­te dem An­trag der Staats­an­wäl­tin. Dem­nach muss der Mann in Haft. Das Ur­teil ist al­ler­dings noch nicht rechts­kräf­tig.

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