Mark Zu­cker­bergs Ra­che

Donauwoerther Zeitung - - Wirtschaft -

im März hat Snap­chat sei­ne Ak­tio­nä­re im­mer wie­der aufs Neue ent­täuscht. Es scheint, als hat Spie­gel sich ver­kal­ku­liert – und das hat aus­ge­rech­net mit dem Ri­va­len zu tun, den er vor drei Jah­ren so süf­fi­sant ab­ser­viert hat. Denn nach dem spek­ta­ku­lä­ren Korb hat Mark Zu­cker­berg sei­ne ei­ge­ne Art der Ra­che ge­übt: Fin­di­ge Face­book-Ent­wick­ler ha­ben Snap­chat Schritt für Schritt ko­piert. Die Ins­ta­gramFunk­ti­on Ins­ta Sto­ries, der WhatsApp Sta­tus oder die Face­book Sto­ry, sie al­le sind nichts an­de­res als Snap­chat-Klo­ne.

Es ist ein dreis­ter Ide­en­klau – aber er hat funk­tio­niert. Denn die meis­ten Nut­zer in der di­gi­ta­len Welt sind vor al­lem ei­nes: be­quem. Wenn ih­nen das Pro­gramm, das sie oh­ne­hin schon auf dem Smart­pho­ne ha­ben, den glei­chen Ser­vice lie­fert wie Snap­chat, dann brau­chen sie die App mit dem gel­ben Geist schlicht und ein­fach nicht mehr.

Das heißt aber nicht, dass Snap­chat am En­de ist. Evan Spie­gel setzt vor al­lem auf die ganz jun­gen Nut­zer. Wenn er es schafft, die un­ter 25-Jäh­ri­gen mit ei­ner neu­en, gu­ten Idee an sich zu bin­den, kann Snap­chat die Kehrt­wen­de schaf­fen. Vor­aus­ge­setzt, Spie­gel fin­det ei­nen Weg, sei­ne Ide­en vor Face­book zu schüt­zen.

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