T wie Ta­ges­ord­nung

Donauwoerther Zeitung - - Politik -

Kei­ne Sit­zung oh­ne Ta­ges­ord­nung. Das ist im Bun­des­tag nicht an­ders als in je­dem Ge­mein­de­rat. Nur ein biss­chen kom­pli­zier­ter. Denn die Fra­ge, was der Bun­des­tag wann und wie lan­ge be­han­delt, ist mit­un­ter von ho­her po­li­ti­scher Be­deu­tung. Ger­ne näm­lich nut­zen die Re­gie­rungs­frak­tio­nen ih­re Mehr­heit, um un­an­ge­neh­me The­men oder An­trä­ge der Op­po­si­ti­on in die spä­ten Nach­mit­tags- oder Abend­stun­den ab­zu­schie­ben.

Die Ta­ges­ord­nung je­der Sit­zung wird vom Äl­tes­ten­rat fest­ge­legt. Ihm ge­hö­ren der Prä­si­dent des Bun­des­tags, sei­ne Stell­ver­tre­ter so­wie 23 wei­te­re Ab­ge­ord­ne­te al­ler Frak­tio­nen an. In die­sem Gre­mi­um wird auch ent­schie­den, wie lan­ge der Bun­des­tag über je­des The­ma de­bat­tiert. Die Re­de­zei­ten sind ex­akt fest­ge­legt – die so­ge­nann­te „Ber­li­ner St­un­de“ent­spricht ge­nau dem Wah­l­er­geb­nis. Doch dies­mal kam die Gro­ße Ko­ali­ti­on den Op­po­si­ti­ons­par­tei­en ent­ge­gen, Uni­on und SPD hät­ten an­sons­ten 80 Pro­zent der Re­de­zeit ge­habt. Sie tra­ten ei­ni­ge Mi­nu­ten pro St­un­de an Lin­ke und Grü­ne ab. So stan­den CDU und CSU zu­sam­men 27 Mi­nu­ten zu, der SPD 17, Lin­ken und Grü­nen je­weils acht Mi­nu­ten zur Ver­fü­gung.

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