Rechts­ex­tre­me Ge­walt auf dem Vor­marsch

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

BERLIN - Der Ver­fas­sungs­schutz schlägt Alarm! Laut Prä­si­dent Hans-Ge­org Maa­ßen (52) ha­ben Rechts­ex­tre­mis­ten 2014 so vie­le Ge­walt­ta­ten ver­übt wie seit sechs Jah­ren nicht mehr. Trotz­dem hält er ra­di­ka­le Is­la­mis­ten für die weit grö­ße­re Ge­fahr für Deutsch­land.

Ge­mein­sam mit In­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (61, CDU) stell­te Maa­ßen ges­tern die Er­geb­nis­se des „Ver­fas­sungs­schutz­be­richts 2014“vor und warn­te: „Es ist nicht aus­zu­schlie­ßen, dass auch Deutsch­land zum Ziel von is­la­mis­ti­schen An­schlä­gen wer­den kann.“Alar­mie­rend sei zu­dem die zu­neh­men­de Zahl von Men­schen, die als Kämp­fer nach Sy­ri­en oder in den Irak zie­hen.

Laut dem Be­richt nahm gleich­zei­tig die Zahl frem­den­feind­lich mo­ti­vier­ter Ge­walt um 24 Pro­zent auf 990 Ta­ten zu. Auch An­grif­fe auf Flücht­lings­hei­me stei­gen ra­sant an. Nach 170 aus rechts­ex­tre­mis­ti­schen Mo­ti­ven ver­üb­ten Ta­ten im Jahr 2014 sind es in die­sem Jahr be­reits 150, sag­te de Mai­ziè­re (CDU). „Hass und Ge­walt ge­gen­über Flücht­lin­gen und Asyl­be­wer­bern in Deutsch­land sind be­schä­mend“, un­ter­strich er.

Tau­sen­de Grie­chen de­mons­trier­ten ge­gen die Spar­auf­la­gen der EU - sie wol­len mit ei­nem „Nein“im Re­fe­ren­dum die grie­chi­sche Re­gie­rung un­ter­stüt­zen.

Er­höh­te den Druck auf Tsi­pras durch ein Last-Mi­nu­te-An­ge­bot: EU-Kom­mis­si­ons-Chef Juncker (60).

Ver­fas­sungs­schutz-Chef Maa­ßen (52, l.) und In­nen­mi­nis­ter de Mai­ziè­re (61) bei der Vor­stel­lung des Ver­fas­sungs­schutz­be­rich­tes.

Ra­di­ka­le Sala­fis­ten er­leb­ten auch in Deutsch­land re­gen Zu­lauf.

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