Kla­re Wor­te sind nö­tig

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Die

gro­ße Mehr­heit der Sach­sen be­für­wor­tet die Auf­nah­me von Flücht­lin­gen, die Schutz vor Krieg oder Ver­fol­gung su­chen. Das ist für die Staats­re­gie­rung die Kern­aus­sa­ge ei­ner von ihr in Auf­trag ge­ge­be­nen Um­fra­ge. Die

Er­leich­te­rung in der Staats­kanz­lei über die­ses Er­geb­nis ist fast mit Hän­den zu grei­fen. Die Sach­sen sind mehr­heit­lich al­so welt­of­fen und be­reit, Flücht­lin­ge auf­zu­neh­men. Ein

schö­nes Er­geb­nis. Es darf jetzt aber nicht da­zu füh­ren, dass die frem­den­feind­li­chen Atta­cken und ras­sis­ti­schen Be­schimp­fun­gen - wie et­wa in Frei­tal - als Ein­zel­fäl­le ei­ner laut­star­ken Min­der­heit ab­ge­tan wer­den. Und al­les wei­ter­geht wie bis­her. Die

Ge­fahr be­steht näm­lich. Auch wenn sich Mi­nis­ter­prä­si­dent Sta­nislaw Til­lich wie et­wa in Frei­tal vor Ort zeig­te. Und den Brand­an­schlag auf ei­ne künf­ti­ge Asyl­un­ter­kunft in Mei­ßen ver­ur­teil­te. Doch

das reicht nicht. Denn Fakt ist: In Sach­sen gibt es dump­fen Aus­län­der­hass, der zu­neh­mend un­ge­nier­ter aus­ge­spro­chen wird. Das Kli­ma ist ver­gif­tet. Das muss die Staats­re­gie­rung ak­tiv an­ge­hen, kla­re und nicht ver­schwur­bel­te Wor­te fin­den. Dar­an

ha­per­te es bei der Sach­sen-CDU bis­lang. Doch die dras­tisch ge­stie­ge­ne Zahl von An­grif­fen auf Asyl­be­wer­ber im Frei­staat spricht ei­ne ein­deu­ti­ge Spra­che. Be­richt Sei­ten 12/13

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