Moskau dreht Kiew den Gas­hahn zu

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

MOSKAU/KIEW - Gaz­prom macht Ernst: oh­ne Vor­aus­zah­lung kei­ne Wa­re! Nach dem Schei­tern neu­er Ener­gie­ge­sprä­che un­ter Ver­mitt­lung der EU hat Russ­land sei­ne Gas­lie­fe­run­gen an die Ukrai­ne ein­ge­stellt. Mit so­for­ti­ger Wir­kung!

Es sei kein Geld für Ju­li über­wie­sen wor­den, teil­te der Staats­kon­zern Gaz­prom mit. Des­halb sei am Mitt­woch­mor­gen die Ver­sor­gung ge­stoppt wor­den. Die Lie­fe­run­gen an die EU durch das für den Wes­ten wich­tigs­te Tran­sit­land sei­en je­doch nicht be­trof­fen.

Tags zu­vor hat­te die Ukrai­ne an­ge­kün­digt, sämt­li­che Erd­gas­käu­fe in Russ­land aus­zu­set­zen. Kiew for­der­te bei den Preis-Ver­hand­lun­gen in Wi­en weit bes­se­re, güns­ti­ge­re Kon­di­tio­nen. Russ­land ließ sich dar­auf nicht ein.

We­gen des Gas­prei­ses ist es in den ver­gan­ge­nen Jah­ren im­mer wie­der zu Kon­flik­ten zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne ge­kom­men.

Die Gas­häh­ne blei­ben zu: Moskau macht die Pi­pe­line für Kiew dicht.

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