Es fliegt was in der Luft

Dresdner Morgenpost - - KOMMENTAR - Von Tho­mas Sch­mitt

Wenn das mal nicht nur ei­ne teu­re Luft­num­mer ist: Der längst tot­ge­sag­te „Eu­ro Hawk“darf raus aus der Ga­ra­ge, in der die Skan­dal-Droh­ne ver­stau­ben soll­te - aus gu­tem Grund. Ex­Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter de Mai­ziè­re hät­te das Flug­ob­jekt fast den Pos­ten ge­kos­tet. Im Un­ter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­tags, der die Af­fä­re auf­klä­ren soll­te, mach­te er al­les an­de­re als ei­ne gu­te Fi­gur. Sei­ne Nach­fol­ge­rin lässt sich von dem ei­gent­lich ge­schei­ter­ten Rüs­tungs­pro­jekt nicht ab­schre­cken. Von der Ley­en ver­leiht dem „Eu­ro Hawk“Flü­gel. Das wä­re we­ni­ger pro­ble­ma­tisch, wenn zu dem be­reits ver­brann­ten Geld der Steu­er­zah­ler nicht noch wei­te­re Hun­der­te Mil­lio­nen hin­zu­kä­men. In ge­wis­ser Wei­se knüpft die CDU-Po­li­ti­ke­rin ihr Schick­sal an die Skan­dal-Droh­ne. Denn schei­tert der „Eu­ro Hawk“, schei­tert von der Ley­en. So bleibt zu­min­dest ei­ne Ge­wiss­heit: Ei­ner von bei­den fliegt auf je­den Fall.

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