An­kla­ge ge­gen In­fi­nus-Bos­se fer­tig

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN & UMGEBUNG -

Die­se Schrift hat es in sich: Ges­tern er­hob die Dresd­ner Staats­an­walt­schaft An­kla­ge ge­gen die Bos­se der In­fi­nusG­rup­pe - auf ins­ge­samt 757 Sei­ten.

Ge­werbs­mä­ßi­ger Be­trug im be­son­ders schwe­ren Fall und Ka­pi­tal­an­la­ge­be­trug - das wirft die Staats­an­walt­schaft den Ma­na­gern Jörg B. (53), Andre­as K. (46), Ru­dolf O. (54), Ke­wan K. (49), Sieg­fried B. (49) und dem zwi­schen­zeit­lich aus der U-Haft ent­las­se­nen Jens P. (48) vor. Die fei­nen Her­ren sol­len laut An­kla­ge mit ih­rem Fir­men­ge­flecht (zu­letzt 22 Ge­sell­schaf­ten) rund 22 000 An­le­ger mit ei­nem Ver­mö­gen von 312 Mil­lio­nen Eu­ro ge­prellt ha­ben.

Ab dem Jahr 2006, so die Staats­an­walt­schaft, sol­len in dem Ge­flecht zu­neh­mend in­ter­ne Ge­win­ne er­zeugt wor­den sein. Die­se stan­den zwar auf dem Pa­pier, wa­ren aber nichts wert. Ren­di­ten wur­den dann aus den An­la­gen neu­er Kun­den be­zahlt - ein klas­si­sches Schnee­ball­sys­tem, das den An­ge­klag­ten ab 2011 be­wusst ge­we­sen sein soll. Das Kar­ten­haus brach schließ­lich bei ei­ner Raz­zia im No­vem­ber 2013 zu­sam­men.

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