Mit dem Kra­mer KL 220 vom Saar­land zum Sach­sen­ring

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

CHEM­NITZ - 200 000 Be­su­cher wer­den zum Mo­tor­rad Grand Prix am Sach­sen­ring er­war­tet. Die ge­müt­lichs­te An­rei­se hat Horst Kis­sel (65). Er star­te­te be­reits Pfings­ten vom Saar­land aus gen Sach­sen - mit ei­nem Tre­cker plus Wohn­wa­gen­an­hän­ger. „Ich er­fül­le mir ei­nen jah­re­lan­gen Traum“, sagt der Rent­ner mit glän­zen­den Au­gen.

Nach der Wen­de als Ge­werk­schafts­se­kre­tär für die IG Berg­bau in Chem­nitz tä­tig, be­sucht er seit Jah­ren sei­nen Kum­pel Wer­ner Sle­sac­zek (64), um mit ihm auf den Sach­sen­ring zu ge­hen.

2013 kauf­te sich Horst Kis­sel ei­nen al­ten Trak­tor Kra­mer KL 220, re­stau­rier­te den Rost­hau­fen - und star­te­te jetzt zur Jung­fern­fahrt. Von Kir­kel im Saar­land tu­cker­te Horst Kis­sel zum Bru­der nach Burg­hau­sen an der ös­ter­rei­chi­schen Gren­ze und vor ei­ner Wo­che nach Sach­sen (1100 Ki­lo­me­ter). „Das Ge­fährt ist 20 Sa­chen schnell“, sagt Kis­sel ver­schmitzt. „Aber das vol­le Tem­po nut­ze ich nicht aus ...“

Ganz ge­müt­lich ent­deckt der Rent- ner ei­ne neue Welt: „Ich hän­ge un­ter­wegs Ge­dan­ken nach oder füh­re Hun­der­te Ge­sprä­che. Wenn ich mit Trak­tor und Wohn­wa­gen kom­me, blei­ben Men­schen ste­hen und spre­chen mich an. Viel­leicht wird ein Buch dar­aus.“

Nach dem Renn­wo­chen­en­de geht es für Horst Kis­sel wei­ter - Use­dom, Sankt Pe­ter-Or­ding, Hol­land. Al­les in al­lem rund 2 500 Ki­lo­me­ter. Jetzt wünscht sich Kis­sel nur noch ein ra­san­tes Renn­wo­chen­en­de: „Der Sach­sen­ring ist ein Hö­he­punkt des Jah­res.“

Mit Trak­tor und Wohn­wa­gen auf ge­müt­li­cher Tour nach Chem­nitz.

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