Neu­er Ford Mustang Pre­mie­re in Eu­ro­pa

Dresdner Morgenpost - - AUTO - (SP X)

KÖLN - Seit 1964 wird der Le­gen­den­sta­tus des Ford Mustang mit 9,3 Mil­lio­nen Ex­em­pla­ren deut­lich un­ter­stri­chen. Die sechs­te Ge­ne­ra­ti­on wird nun auch erst­mals in der Ge­schich­te ganz of­fi­zi­ell in Eu­ro­pa an­ge­bo­ten.

Ge­wählt wer­den kann zwi­schen zwei Ben­zin­mo­to­ren so­wie na­tür­lich als Cou­pé oder Ca­brio. Die Prei­se star­ten bei 35 000 Eu­ro für den Vier­zy­lin­der (233 kW/317 PS) bzw. 40 000 Eu­ro für den Acht­zy­lin­der (310 kW/421 PS) - un­schlag­bar bei der Preis-Mo­tor­Leis­tung. Der Auf­preis für die Ca­brio-Ver­si­on be­trägt je­weils 5 000 Eu­ro. Op­tisch sind die In­si­gni­en der glor­rei­chen Ver­gan­gen­heit al­le da, nur eben neu in­ter­pre­tiert. Denn die Ame­ri­ka­ner muss­ten bei der sechs­ten Ge­ne­ra­ti­on so deut­lich wie nie den An­for­de­run­gen der mo­der­nen Zeit Tri­but zol­len. So gibt es den Mustang in der Ba­sis mit ei­nem 2,3-Li­ter-Ecoboost-Ben­zi­ner und vier Zy­lin­dern. Zu­dem ver­fügt der neue Mustang erst­mals hin­ten über ei­ne Ein­zel­rad­auf­hän­gung statt ei­ner Star­rach­se.

Die Pu­ris­ten mag die An­kunft des Zwei­tü­rers in der mo­der­nen Au­to­welt eher schre­cken, für al­le an­de­ren sind die Ve­rän­de­run­gen ein Se­gen. Da­bei macht der mo­der­ne Tur­bo sei­ne Sa­che gar nicht schlecht und die fast 320 PS rei­chen na­tür­lich im­mer aus. Aber zu­ge­ge­ben: Der „rich­ti­ge“Mustang hat na­tür­lich den V8 un­ter der Hau­be und tat­säch­lich wer­den sich auch hier­zu­lan­de zwei Drit­tel für die klas­si­sche Mo­to­ri­sie­rung ent­schei­den. Hier blub­bert es noch so rich­tig un­ter der rie­si­gen Mo­tor­hau­be und man kann die li­nea­re Leis­tungs­ent­fal­tung ei­nes Saug­mo­tors mit 421 PS ja auch nicht mit der ei­nes schnö­den Tur­bos ver­glei­chen. Was die Kos­ten an­geht, dürf­ten die 5 000 Eu­ro Auf­preis zum Ecoboost kaum ein Pro­blem sein, eher schon die re­gel­mä­ßi­gen Tank­rech­nun­gen, denn wäh­rend man den „klei­nen“Ben­zi­ner in der Pra­xis pro­blem­los mit un­ter zehn Li­tern Ver­brauch be­we­gen kann, wird es mit dem V8 kaum mög­lich sein, un­ter 15 Li­ter zu blei­ben.

Der neue Mustang über­zeugt auch durch „eu­ro­päi­sche“Fahr ei­gen­schaf­ten. Er ist zwar kein Kur­ven­räu­ber im en­gen Sinn, aber er lässt sich durch­aus zackig auch durch die Al­pen trei­ben. Das neue Fahr­werk mit Ein­zel­rad­auf­hän­gung ist ein Rie­sen­fort­schritt, die Len­kung al­ler­dings soll­te man aus­schließ­lich im Sport-Mo­dus be­las­sen, nur dann gibt es an­stän­dig Rück­mel­dung zum Ver­hält­nis von Mustang/Stra­ße. Ei­ne po­si­ti­ve Über­ra­schung be­rei­tet der In­nen­raum. Die Qua­li­tät ist im Ver­gleich zu frü­her spür­bar ge­wach­sen, auch wenn das Lenk­rad deut­lich über­frach­tet ist.

Na­tür­lich kann der Mustang noch hoch­ge­pimpt wer­den, doch selbst das V8 Cou­pé mit dem Pre­mi­um­pa­ket und Me­tal­lic-Lack und Aus­lie­fe­rungs­kos­ten bleibt deut­lich un­ter

45 000 Eu­ro.

Den Mustang gibt es erst­mals in Eu­ro­pa beim ganz nor­ma­len Ford-Händ­ler.

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