Lö­wen-Sport­chef ent­mach­tet! zieht die Le­der­ho­se aus

Dresdner Morgenpost - - FUSSBALL -

MÜNCHEN - Kurz vor sei­ner Mit­glie­der­ver­samm­lung hat der TSV 1860 München sei­nen um­strit­te­nen Sport­chef Ger­hard Po­sch­ner ent­mach­tet.

Der 45-jäh­ri­ge Ex-Pro­fi muss den Zweit­li­gis­ten zwar nicht ver­las­sen, wur­de aber als Ge­schäfts­füh­rer Sport ab­ge­setzt. Po­sch­ner darf le­dig­lich sei­ne Auf­ga­ben als Sport­di­rek­tor bei den „Lö­wen“fort­füh­ren.

Nach ei­nem wo­chen­lan­gen Macht­kampf mit dem Rück­tritt des ge­sam­ten Prä­si­di­ums de­mons­trie­ren das Über­gangs­prä­si­di­um und In­ves­tor Ha­san Is­ma­ik zu­dem nach ei­nem Tref­fen in Abu Dha­bi ei­ne neue Ein­tracht. Geld­ge­ber Is­ma­ik bleibt dem­nach der ent­schei­den­de Mann bei 1860. Sein Cou­sin Noor Ba­sha wird neu­er zwei­ter Ge­schäfts­füh­rer ne­ben Mar­kus Re­jek. Die Er­nen­nung von Ba­sha sol­le „bald­mög­lichst“um­ge­setzt­wer­den. Der bis­he­ri­ge Münch­ner Statt- hal­ter von Is­ma­ik wer­de ge­mein­sam mit Re­jek den Be­reich Sport beim Bei­na­he-Ab­stei­ger der ver­gan­ge­nen Sai­son ver­ant­wor­ten.

Is­ma­ik will den Ver­ein auch in Zu­kunft fi­nan­zi­ell un­ter­stüt­zen. So wer­de ein zum Jah­res­en­de fäl­li­ges Ge­sell­schaf­ter­dar­le­hen, das ei­ni­ge Mil­lio­nen Eu­ro be­tra­gen soll, ver­län­gert. Der Mehr­heits­ge­sell­schaf­ter plant dem­nach auch nicht den Ver­kauf sei­ner An­tei­le.

Is­ma­ik soll dem Über­gangs­prä­si­di­um um Boss Sieg­fried Schnei­der sei­ne „vol­le Un­ter­stüt­zung“zu­ge­si­chert ha­ben. Im Macht­kampf mit dem In­ves­tor war die vor­he­ri­ge Ver­eins­füh­rungumGer­har­dMay­r­ho­fer vor drei Wo­chen ge­schlos­sen zu­rück­ge­tre­ten. Die Mit­glie­der­ver­samm­lung wur­de da­mals ab­ge­sagt. Sie wird nun mor­gen nach­ge­holt. Un­ter an­de­rem steht die Wahl ei­nes neu­en Ver­wal­tungs­ra­tes auf der Ta­ges­ord­nung. Die­ser wird dann ein neu­es Prä­si­di­um vor­schla­gen.

- Dritt­li­gist FC Erz­ge­bir­ge zog sei­nen zwölf­ten Neu­zu­gang an Land: Max Weg­ner (26) stürmt ab so­fort für Aue. Er wech­selt von der We­ser ins Erz­ge­bir­ge.

„Er war der ab­so­lu­te Wunsch­spie­ler des Trai­ners“, ver­rät Sport­di­rek­tor Steffen Zif­fert. „Mit ihm sind wir jetzt mit Ni­cky Ad­ler, Hak­ki Yil­diz und Tom Nat­ter­mann im Sturm bes­tens auf­ge­stellt.“Weg­ner schoss in den ver­gan­ge- nen bei­den Jah­ren in 53 Spie­len für Wer­der Bre­men II. 25 To­re - ei­ne statt­li­che Quo­te. Da­mit weck­te er das In­ter­es­se der „Veil­chen“. Er war Mit­te Ju­ni schon zu den Cas­ting-Ta­gen in Aue, wuss­te dort sehr zu ge­fal­len. Pa­vel Dot­chev woll­te ihn un­be­dingt, doch Weg­ner zö­ger­te. Er spiel­te noch in Würz­burg und Osnabrück vor, be­kam von bei­den eben­falls ein An­ge­bot. Und sag­te schließ­lich Aue zu.

Ger­hard Po­sch­ner mit Frau und Kind beim Wiesn-Be­such. Zweit­li­gist 1860 zog ihm nun (sym­bo­lisch) die Le­der­ho­se aus ...

Nur flie­gen ist schö­ner! Max Weg­ner (2.v.l.)

geht ab so­fort für

Aue auf To­re­jagd.

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