St­ein­ha­gel ge­gen Ser­ben-Pre­mier

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

- Meh­re­re Zehn­tau­send Men­schen ha­ben zum 20. Jah­res­tag des Völ­ker­mor­des im ost­bos­ni­schen Sre­bre­ni­ca 136 neu iden­ti­fi­zier­te Op­fer in der Ge­denk­stät­te zu Gr­a­be ge­tra­gen. Der ser­bi­sche Re­gie­rungs-Chef Aleksan­dar Vu­cic (45), der An­fang der 90er-Jah­re ein füh­ren­der Ver­fech­ter der groß­ser­bi­schen Kriegs­po­li­tik ge­we­sen war, wur­de aus­ge­buht, mit St­ei­nen be­wor­fen und leicht im Ge­sicht ver­letzt. Er ver­ließ Sre­bre­ni­ca un­ter Po­li­zei­schutz. An dem To­ten­ge­den­ken nah­men zahl­rei­che Staats- und Re­gie­rungs-Chefs aus der Re­gi­on so­wie vie­le Mi­nis­ter aus We­st­eu­ro­pa teil. In der Ge­denk­stät­te wur­den bis­lang 6241 der über 8000 er­mor­de­ten mus­li­mi­schen Jun­gen und Män­ner be­er­digt. Ser­bi­sches Mi­li­tär und Pa­ra­mi­li­tärs hat­ten in Sre­bre­ni­ca das schwers­te Kriegs­ver­bre­chen in Eu­ro­pa seit dem Zwei­ten Welt­krieg ver­übt.

Am 20. Jah­res­tag des Mas­sa­kers von Sre­bre­ni­ca wur­den wei­te­re Op­fer zu Gr­a­be ge­tra­gen.

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