Es­me­ral­da und ihr Glöck­ner ma­chen Som­mer­thea­ter

Gelungene Pre­mie­re im Bä­ren­zwin­ger

Dresdner Morgenpost - - KULTUR -

DRES­DEN - Qua­si­mo­do wir­belt al­les durch­ein­an­der im Stück „Es­me­ral­das Glöck­ner - Ein Sha­ke­speare à la Not­re-Da­me“, Buch und Re­gie von Pe­ter Förs­ter.

Frei nach dem Ro­man von Vic­tor Hu­go ent­führt das Som­mer­thea­ter Dres­den ins mit­tel­al­ter­li­che Pa­ris von 1482 in sei­ner neu­en Ins­ze­nie­rung, die am Frei­tag Pre­mie­re hat­te im uri­gen In­nen­hof des Bä­ren­zwin­gers.

An­ders als im Ori­gi­nal trägt Glöck­ner Qua­si­mo­do kei­nen Bu­ckel. In grau­em Ka­pu­zens­hirt und oran­ge­nen Ho­sen spielt ihn To­bi­as Woll­schlä­ger als na­iv-gut­her­zi­gen Ty­pen. In schnel­lem Rol­len­wech­sel gibt er auch den Haupt­mann und Schür­zen­jä­ger Pho­ebus, der der so reiz­vol­len wie klu­gen Es­me­ral­da (be­zau­bernd: Ja­net Ky­ey­u­ne) nach­stellt und dem fins­te­ren Dom­probst (Do­mi­nik Breuer) in die Que­re kommt.

Ori­gi­nell in­sze­niert, un­ter­halt­sam mit über­ra­schen­den Wen­dun­gen und wit­zig­def­ti­gem Hu­mor, wenn auch manch­mal et­was vor­der- grün­dig, spielt die Ins­ze­nie­rung mit zeit­lo­sen Kli­schees und Vor­ur­tei­len über Frem­de wie „mo­bi­le eth­ni­sche Min­der­hei­ten“. Viel Bei­fall.

Es­me­ral­da (Ja­net Ky­ey­u­ne, Mit­te) ist Mit­tel­punkt der Ins­ze­nie­rung.

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