250 Mil­lio­nen! Sach­sens Me­ga-De­al ist per­fekt

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN - Von Ju­lia­ne Mor­gen­roth

DRES­DEN - Ein „Mei­len­stein für Dres­den“: Chip­her­stel­ler

Glo­bal­foundries in­ves- tiert bis 2017 rund 250 Mil­lio­nen US-Dol­lar ex­klu­siv in den Stand­ort Dres­den. Da­mit soll ei­ne ganz neue Chip-Tech­no­lo­gie für die ver­netz­te Welt ent­wi­ckelt und her­ge­stellt wer­den - und die Ka­pa­zi­tä­ten er­wei­tert wer­den.

Gro­ße Wor­te von Glo­bal­foundries-Boss San­jay Jha (51): „Noch nie hat je­mand so ei­ne Tech­no­lo­gie ent­wi­ckelt.“Und dar­um geht s: Die meis­ten mo­bi­len An­wen­dun­gen be­nö­ti­gen laut Glo­bal­foundries ei­ne bes­se­re Ba­lan­ce zwi­schen Leis­tung, Strom­ver­brauch und Kos­ten. Die neue Tech­no­lo­gie, ge­nannt 22FDX, er­fül­le die­se An­for­de­run­gen: ex­trem nied­ri­ger Ener­gie­ver­brauch, ge­rin­ge Wär­me­be­las­tung und klei­ne­re Ge­häu­se­ab­mes­sun­gen. Denn es wer­de ei­ne 20 Pro­zent klei­ne­re Chip­flä­che ge­braucht.

„2017 kann man ers­te Pro­duk­te mit der neu­en Tech­no­lo­gie aus Dres­den im Ge­schäft kau­fen“, er­klärt der Dresd­ner Glo­bal­foundries-Chef Rut­ger Wi­jburg (53). Ge­meint sind zum Bei­spiel Smart­pho­nes und Smart­wat­ches, Ge­rä­te im Haus­halt, aber auch Fah­rer-As­sis­tenz-Sys­te­me für Au­tos. Er ver­weist dar­auf, dass die Ver­net­zung noch zu­neh­men wer­de. „Zum Bei­spiel der Kühl­schrank mit dem Piz­za-Di­enst.“Die Vor­se­ri­en­pro­duk­ti­on soll im zwei­ten Halb­jahr 2016 star­ten. Kon­kre­te Aus­sa­gen zu neu­en Jobs gab es aber nicht.

Mi­nis­ter­prä­si­dent Sta­nislaw Ti­lich (56, CDU) hat­te be­reits im Fe­bru­ar bei sei­nem Be­such in Abu Dha­bi ver­ra­ten, dass Glo­bal­foundries kräf­tig in Dres­den in­ves­tie­ren will. „Die Ent­schei­dung er­mög­licht ei­nen wich­ti­gen Tech­no­lo­gie­sprung - , Ma­de in Sa­x­o­ny‘“, so Til­lich.

Die 250 Mio. Dol­lar kom­men größ­ten­teils von Glo­bal­foundries selbst - al­ler­dings gibt es vom Frei­staat auch För­der­gel­der, er­klär­te Wi­jburg.

Heu­te kommt Kanz­le­rin

An­ge­la Mer­kel (60, CDU) nach Dres­den. Bei Glo­bal­foundries bzw. AMD ist sie fast schon Stamm­gast. Aus der Luft ist gut zu er­ken­nen, wie groß das Dresd­ner Werk von Glo­bal­foundries na­he des Flug­ha­fens ist.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.