„Es soll ein Ver­ein mit gu­tem Trai­ner sein“

Dresdner Morgenpost - - FUSSBALL -

SAAR­BRÜ­CKEN - Kevin Ku­ranyi ist auf dem Sprung. Zu­rück nach Deutsch­land, zu­rück in die Bun­des­li­ga. Nach fünf Jah­ren in Russ­land sitzt der Stür­mer mit der Fa­mi­lie auf ge­pack­ten Kof­fern - in den kom­men­den Ta­gen steht der Um­zug von Moskau nach Stutt­gart an.

In sei­nem neu­en Do­mi­zil will der 33 Jah­re al­te Ex-Na­tio­nal­spie­ler den ver­meint­lich letz­ten Schritt in sei­ner Bun­des­li­ga-Kar­rie­re voll­zie­hen. „Es gibt kon­kre­te An­ge­bo­te. Ich hof­fe, dass in den nächs­ten zwei, drei Wo­chen ei­ne Ent­schei­dung fällt. Das Wich­tigs­te ist, am En­de die rich­ti­ge zu tref­fen“, sag­te Ku­ranyi.

Für den VfB Stutt­gart (2001 - 2005) und Schal­ke 04 (2005 - 2010) hat er 261 Spie­le im deut­schen Ober­haus ab­sol­viert. Zwei, drei Jah­re möch­te er noch auf höchs­tem Ni­veau ki­cken und sein Bun­des­li­ga­kon­to von 111 To­ren in die Hö­he schrau­ben. Sein Wunsch­pro­fil für ei­nen neu­en Ar­beit­ge­ber: „Es soll­te ein Ver­ein sein mit ei­ner gu­ten Struk­tur und ei­nem gu­ten Trai­ner, wo man sich auch gut ver­steht und an die Zu­kunft denkt.“

Ob­wohl er lan­ge weg war, ist das In­ter­es­se an sei­ner Per­son un­ge­bro­chen. „Zum Glück ha­be ich mit Dy­na­mo Moskau in der Eu­ro­pa Le­ague ge­spielt. Das hat mir ge­hol­fen, im Blick­feld zu blei­ben“, er­klär­te Ku­ranyi.

Die Zeit in Russ­land hat dem Ex-Na­tio­nal­stür­mer nicht nur vie­le Mil­lio­nen ein­ge­bracht, son­dern ihn auch als Per­sön­lich­keit rei­fen las­sen. „Es hat mich auch als Mensch wei­ter­ge­bracht. Vie­les an­ders ein­zu­schät­zen, zu wis­sen, wie gut man es in Deutsch­land hat, ist wich­tig für mich.“

Das „Dos­wi­dan­ja“(Auf Wie­der­se­hen) ist ihm den­noch nicht leicht ge­fal­len - wie auch sei­nen neun und sie­ben Jah­re al­ten Kin­dern. „Sie ha­ben vie­le Freun­de dort. Es war kein leich­ter Ab­schied“, be­rich­tet Ku­ranyi. Nun fie­bert er aber dem Come­back in der Bun­des­li­ga ent­ge­gen: „Ich freue mich auf ei­ne neue Her­aus­for­de­rung in mei­nem Le­ben.“

Von 2005 bis 2010 trug Kevin Ku­ranyi (v.) das Schal­ker Tri­kot. Hier ju­belt er ge­mein­sam mit Far­fan über ein Tor. Vi­vi­en Car­men ist na­tür­lich ein Fan ih­res Pa­pas Kevin Ku­ranyi. Auch ihr fällt der Ab­schied aus Moskau schwer.

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