Der Ring muss grö­ßer wer­den

Dresdner Morgenpost - - MOTORSPORT -

HO­HEN­STEIN-ERNST­THAL - Der Mo­tor­rad-Grand-Prix ist ein ech­tes Lo­gis­tik-Mons­ter. An ei­nem WM-Wo­che­n­en­de in Eu­ro­pa brin­gen rund 150 Trucks das ge­sam­te Ma­te­ri­al der Teams so­wie di­ver­ser Or­ga­ni­sa­tio­nen an die ver­schie­de­nen Renn­stre­cken.

Dar­un­ter ist nicht nur die tech­ni­sche Aus­rüs­tung, son­dern auch die Mo­tor­ho­mes (rie­si­ge Wohn­wa­gen), die Ho­s­pi­ta­li­tys (Rol­len­de Re­stau­rants zur Be­wir­tung der VIPs) so­wie die Mer­chan­di­se-Ab­tei­lun­gen. Wür­de man die LKWs an­ein­an­der­rei­hen, er­gä­be das ei­ne Län­ge von rund drei Ki­lo­me­tern.

Auf­grund der be­eng­ten Platz­ver­hält­nis­se am Sach­sen­ring ist es gar nicht so ein­fach, die­ses Lo­go­s­ti­kMons­ter un­ter­zu­brin­gen. „Wir hät­ten na­tür­lich auch gern so viel Platz wie zum Bei­spiel In­dia­na­po­lis. Ha­ben wir aber nicht. Die Kon­stel­la­ti­on mit dem Fah­rer­la­ger 1 und Fah­rer­la­ger 2 so­wie den zu we­ni­gen Bo­xen ist schon kom­pli­ziert, lässt sich auf die Schnel­le aber nicht än­dern“, er­klärt Pres­se­che­fin Ju­dith Pie­per-Köh­ler.

Ein biss­chen wür­de Rech­te-In­ha­ber Dor­na schon nör­geln. Je­doch wür­den die be­eng­ten Platz­ver­hält­nis­se für ei­ne even­tu­el­le Ver­trags­ver­län­ge­rung über 2016 hin­aus kei­ne oder nur ei­ne un­ter­ge­ord­ne­te Rol­le spie­len. „Soll­te die Dor­na in die­ser Rich­tung Druck ma­chen, gibt es durch­aus ein paar Ide­en. Ein­fach wird die Um­set­zung aber nicht, da die meis­ten Ge­län­de rund um den Sach­sen­ring Pri­vat­ei­gen­tum sind, de­ren Be­sit­zer un­gern ihr Grund­stück her­ge­ben wür­den“, be­rich­tet Pie­per-Köh­ler. „Zu­dem sind wir sind kei­ne per­ma­nen­te Renn­stre­cke.“

Nach den Renn­ma­schi­nen roll­ten ges­tern vor al­lem die Ga­bel­stap­ler über das Ge­län­de. Bald sieht’s aus, als wä­re nichts ge­we­sen.

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