Die Sem­per­oper schleift ihr Par­kett

Dresdner Morgenpost - - KULTUR -

DRES­DEN - In der Sem­per­oper gibt es in die­sem Jahr das ers­te Mal seit 2002 kein Som­mer­thea­ter. Statt­des­sen zie­hen Bau­leu­te und Hand­wer­ker ein. Denn es gibt ei­ni­ges zu tun.

Die Rei­ni­gung des Kron­leuch­ters und der Sitz­pols­ter ge­hö­ren zu den Ar­bei­ten, die in je­dem Jahr an­fal­len, in der Re­gel bleibt da­für zwi­schen Som­mer­thea­ter und Spiel­zeit­be­ginn ge­nü­gend Zeit. Dies­mal ist es an­ders, da geht es um die bau­li­che Sub­stanz, wes­halb die Spiel­zeit­pau­se so­gar um zwei Wo­chen bis zum 7. Sep­tem­ber aus­ge­dehnt wor­den ist. 710 000 Eu­ro lässt sich der Frei­staat die Ar­bei­ten kos­ten.

Au­ßer den ge­nann­ten Rei­ni­gungs­ar­bei­ten fal­len an: Re­stau­ra­to­ri­sches an De­cken­und Wand­ma­le­rei­en so­wie Ma­ler- und Ta­pe­zier­ar­bei­ten. Am auf­wen­digs­ten sind die Par­kett­ar­bei­ten. „Das Par­kett im Zu­schau­er­saal wird zum ers­ten Mal seit der Wie­der- er­öff­nung der Sem­per­oper vor 30 Jah­ren er­neu­ert“, sagt Jan Seeger (49), Tech­ni­scher Di­rek­tor. Un­ge­fähr 700 000 Gäs­te - Zu­schau­er wie sol­che, die an Füh­run­gen teil­neh­men - lau­fen jähr­lich durchs Haus, da blei­ben Ab­nut­zungs­spu­ren zu­rück. Drei Mil­li­me­ter Par­kett wür­den ab­ge­schlif­fen, er­klärt Jan Seeger, ver­sie­gelt wer­de nicht mehr mit Lack, son­dern mit Wachs und Öl, das se­he bes­ser aus, sei nach­hal­ti­ger und öko­lo­gi­scher.

Die Ar­beits­ab­läu­fe sind mi­nu­ti­ös durch­ge­tak­tet, da­mit am 7. Sep­tem­ber die ers­te Vor­stel­lung der neu­en Sai­son („Le Noz­ze di Fi­ga­ro“) ord­nungs­ge­mäß statt­fin­den kann. Ges­tern am spä­ten Abend, um 23 Uhr, nach der letz­ten Vor­stel­lung der Spiel­zeit („In bar­bie­re di Si­viglia“) über­nah­men die Ar­bei­ter. Bis in den vier­ten Rang wer­den zu­erst die Zu­schau­er­ses­sel, mehr als 1200 Stück, aus­ge­baut.

So ähn­lich sieht’s zur­zeit in der Sem­per­oper aus. Die­ses Bild zeigt den Um­bau für den Sem­per­opern-Ball. Auch da­für müs­sen die Zu­schau­er­ses­sel raus.

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