Grie­chen ran­da­lie­ren we­gen Spar­plä­nen

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

AT­HEN/BERLIN - Schick­sals­ta­ge in Grie­chen­land: Hel­las-Pre­mier Al­exis Tsi­pras (40) kämpft ge­gen den Bank­rott. Setzt At­hen jetzt auf Re­for­men? Die grie­chi­schen Staats­be­diens­te­ten sind ge­gen neue Ein­spa­run­gen, tra­ten in ei­nen 24-St­un­denS­treik. Das Per­so­nal der staat­li­chen Kran­ken­häu­ser schloss sich an. Die Ner­ven lie­gen blank, am Abend kam es so­gar zu Ran­da­len auf den Stra­ßen.

Der In­ter­na­tio­na­le Wäh­rungs­fonds (IWF) geht da­von aus, dass At­hen bis 2018 noch 85 Mil­li­ar­den Eu­ro braucht. Die Schul­den­last des Lan­des sei un­trag­bar, heißt es in ei­nem Pa­pier der Fi­nanz­or­ga­ni­sa­ti­on. Des­halb for­dert der IWF von den Eu­ro­pä­ern zu­sätz­li­che Schul­den­er­leich­te­run­gen: „Die dra­ma­ti­sche Ver­schlech­te­rung der Schul­den­trag­fä­hig­keit deu­tet auf die Not­wen­dig­keit ei­nes Schul­den­er­las­ses hin (...).“ Die Schul­den wür­den in den kom­men­den zwei Jah­ren auf na­he 200 Pro­zent der Wirt­schafts­leis­tung klet­tern.

Aus­schrei­tun­gen am Abend in At­hen wäh­rend Tsi­pras im Par­la­ment mit den Ab­ge­ord­ne­ten ver­han­delt.

IWF-Che­fin La­g­ar­de (59) geht auf­grund mie­ser Wachs­tums­pro­gno­sen für Hel­las da­von aus, dass der Hö­he­punkt des Ver­schul­dungs­pro­blems noch be­vor­steht.

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