Bot­schaft bum­melt bei Ab­schie­bung

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Of­fen­bar hat Tu­ne­si­en kein In­ter­es­se an der Rück­kehr sei­ner ei­ge­nen Lands­leu­te: Wenn Asyl­be­wer­ber ab­ge­lehnt wer­den und kei­ne be­son­de­ren Schutz­grün­de vor­lie­gen, dür­fen sie laut Ge­setz nicht in Deutsch­land blei­ben. In Sach­sen, wo vie­le Tu­ne­si­er Asyl be­an­tra­gen, wird die Ab­schie­bung al­ler­dings oft zum Pro­blem, weil die Be­trof­fe­nen schleu­nigst ih­ren Rei­se­pass „ver­lie­ren“und sich die tu­ne­si­sche Bot­schaft wo­chen­lang mit der Er­stel­lung von Er­satz­pa­pie­ren lässt. Ei­ne Be­grün­dung für das Ver­schlep­pen ih­rer Pflicht gab die tu­ne­si­sche Bot­schaft in Berlin auf ei­ne An­fra­ge des MDR da­zu nicht. Bleibt der Bund, der sich auf Bit­ten der Lan­des­re­gie­rung da­für ein­setzt, dass Tu­ne­si­en sei­nen völ­ker­recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen nach­kommt. Au­ßer­dem wur­de am ver­gan­ge­nen Frei­tag ein Ge­setz vom Bun­des­rat ver­ab­schie­det, das die Ab­schie­bung er­leich­tern soll.

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