Fuß­ball­trai­ner mit Fla­sche er­schla­gen

Dresdner Morgenpost - - FRONT PAGE - Von Bernd Rip­pert

Grau­si­ge Ent­de­ckung in der Berg­stadt: Ge­gen 7 Uhr mor­gens fand ein An­woh­ner in der Karl-Ke­gelStra­ße sei­nen Nach­barn Udo Z. (50) leb­los auf dem Bal­kon im 3. Stock. Nach ers­ten Er­mitt­lun­gen wur­de Udo Z. um­ge­bracht.

Of­fen­bar wur­de der 50-Jäh­ri­ge mit ei­ner Bier­fla­sche er­schla­gen. Mög­li­cher­wei­se soll der Tä­ter auch noch ver­sucht ha­ben, sein Op­fer zu er­sti­cken, denn in der Woh­nung wur­de ein Kis­sen mit dem Ge­sichts­ab­druck des To­ten ge­fun­den.

Nach­bar Klaus Straß­bur­ger (70) und sei­ne Frau Marion hör­ten in den Mor­gen­stun­den lau­te Ge­räu­sche. „Als ob Mö­bel durch die Ge­gend flo­gen.“Dann ver­nahm das Ehe­paar ei­nen Schrei und an­schlie­ßend das Ge­räusch vom Öff­nen ei­ner Bü­gel­bier­fla­sche. „Da­nach hat es ge­klirrt, als ob ei­ne gan­ze Kis­te Bier durch die Ge­gend fliegt - und plötz­lich war es to­ten­still“, schil­dert der 70-Jäh­ri­ge. Auch ei­ne an­de­re Mie­te­rin des Hau­ses will ei­nen Schrei ge­hört ha­ben.

Udo Z. war Co-Trai­ner beim Fuß­ball­ver­ein BSC Frei­berg. Er leb­te al­lein, ar­bei­te­te als Elek­tri­ker stun­den­wei­se bei der Berg­a­ka- de­mie, wo er Elek­tro­ge­rä­te war­te­te. Auf­grund ei­ner schwe­ren Nie­ren­er­kran­kung muss­te er den Fuß­ball auf­ge­ben. Re­gel­mä­ßig fuhr der 50-Jäh­ri­ge zu Un­ter­su­chun­gen in die Ber­li­ner Cha­rité, denn er leb­te seit Jah­ren mit ei­ner Spen­der­nie­re.

Die Mord­kom­mis­si­on hat die Er­mitt­lun­gen auf­ge­nom­men. Die Be­am­ten schlie­ßen nicht aus, dass Udo Z. sei­nen spä­te­ren Mör­der kann­te, ihn selbst in die Woh­nung ließ.

Die Po­li­zei such­te den gan­zen Tag über mit Schutz­an­zü­gen nach Spu­ren des mut­maß­li­chen Mör­ders.

Kri­po im Trep­pen­haus: Vor der Tür noch die Adi­das-Sport­schu­he des frü­he­ren Fuß­bal­lers und Frei­ber­ger Co-Traai­ners Udo Z.

Auf die­sem Bal­kon in der Frei­ber­ger Karl-Ke­gelStra­ße wur­de Udo Z. (50) of­fen­bar mit ei­ner Bier­fla­sche er­schla­gen.

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