Un­po­pu­lä­re Wahr­hei­ten

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

Die

Wahr­heit kann so bit­ter sein. Und oben­drein maßt sie sich all­zu gern an, äu­ßerst un­po­pu­lär da­her­zu­kom­men: So in et­wa ver­hält es sich auch mit dem Vor­schlag des Öko­no­men Fu­est. Der So­li­da­ri­täts­zu­schlag ist oh­ne­hin ei­ne der un­be­lieb­tes­ten Ab­ga­ben der Deut­schen. Nicht nur an Stamm­ti­schen wird be­vor­zugt sein En­de ge­for­dert. Und jetzt soll der So­li für die Grie­chen rauf? Ver­mit­tel­bar

ist die­ses Vor­ha­ben den deut­schen Steu­er­zah­lern wohl kaum, selbst wenn ihm mehr als nur ein Fun­ken Wahr­heit in­ne­wohnt. Beim drit­ten Hilfs­pa­ket geht es nicht mehr um Kre­di­te, son­dern um Trans­fer­leis­tun­gen - al­so Geld, das auf Nim­mer­wie­der­se­hen weg ist. Das will der ZEW-For­scher Fu­est mit sei­ner For­de­rung ver­mit­teln. Da­mit wür­de die Eu­ro-Zo­ne letzt­lich al­so doch zu ei­ner Trans­fer­uni­on. Das woll­ten Mer­kel, Schäu­b­le und Co. ei­gent­lich im­mer ver­mei­den. Aber ir­gend­wann müs­sen sie mit der Wahr­heit raus­rü­cken.

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