Ei­ne Fra­ge der Zu­kunft

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN - Von Do­mi­nik Brüg­ge­mann

„Bil­dung ver­bin­det Men­schen“lau­tet ein Teil des Mot­tos der TU Dres­den. Sie ist Be­geg­nungs­ort für rund 36 000 Stu­den­ten und Tau­sen­de Mit­ar­bei­ter in Dres­den. Die neu­es­ten star­ken Be­wer­bungs­zah­len sind aber nur ein­ge­schränkt be­ru­hi­gend. Bei

jun­gen Men­schen be­steht wei­ter­hin der Wunsch, in Dres­den zu le­ben. Sie wol­len hier stu­die­ren und die Be­geg­nung su­chen - trotz der mo­na­te­lan­gen PE­GI­DA-De­mos, die ein ne­ga­ti­ves Bild von Dres­den ge­prägt ha­ben. Die be­fürch­te­te Ab­kehr von künf­ti­gen Wis­sen­schaft­lern fin­det al­so zum Glück nicht statt, wenn man den vor­läu­fi­gen Zah­len glau­ben darf. Ein

Grund zur Be­ru­hi­gung ist das aber nicht: So müs­sen auch wei­ter­hin ex­zel­len­te Be­din­gun­gen herr­schen, um Stu­den­ten an der Ex­zel­lenz-TU zu hal­ten. Su­per­com­pu­ter,

mo­der­ne La­bo­re und ein Mi­ni­re­ak­tor zur For­schung sind groß­ar­tig - kei­ne Fra­ge. Da­zu ge­hö­ren aber auch end­lich ver­nünf­ti­ge Ver­trä­ge für die vie­len wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter, die sich in der Mehr­zahl von Kurz­ver­trag zu Kurz­ver­trag han­geln müs­sen. Mit we­ni­ger Sor­gen um die ei­ge­ne könn­ten sie sich bes­ser um die Zu­kunft der Jung­aka­de­mi­ker küm­mern. So wür­den sie auch die Psy­cho­lo­gen ent­las­ten.

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