Für 50 Cent wird Die Erd­ach­se im Vogt­land Pau­sa zum Mit­tel­punkt der Er­de

Dresdner Morgenpost - - SACHEN -

PAU­SA - Pau­sa an der säch­si­schen Lan­des­gren­ze zu Thü­rin­gen lockt als „Mit­tel­punkt der Er­de“Tou­ris­ten aus al­ler Welt an: Im Kel­ler des Rat­hau­ses ragt ein Stück der Erd­ach­se aus dem Bo­den - na­tür­lich nicht ganz ernst ge­meint!

Wer an ei­ner höl­zer­nen Tür 50 Cent in ei­nen Schlitz wirft, er­fährt ei­ne be­son­de­re Er­leuch­tung: Hin­ter ei­ner Schei­be geht ein Licht an, und vor den Au­gen des Be­su­chers dreht sich ei­ne knapp ei­nen Me­ter aus dem Bo­den ra­gen­de Wel­le: die Erd­ach­se. „Erd­ach­sen­schmie­re“in Form von Li­kör gibt es na­tür­lich auch!

„Das ist ein Aus­hän­ge­schild, das un­se­re Stadt weit über die Gren­zen des Vogt­lan­des hin­aus be­kannt­ge­macht hat“, sagt Bür­ger­meis­ter Jon­ny An­sor­ge (60, CDU). Im Schnitt kä­men je­des Jahr rund 1000 Gäs­te aus al­ler Welt ei­gens we­gen der Erd­ach­se nach Pau­sa. Die Stadt mit 5300 Ein­woh­nern ge­hör­te bis 1992 zu Thü­rin­gen, schloss sich nach ei­nem Bür­ger­vo­tum Sach­sen an.

Auf dem Rat­haus­dach dreht sich schon seit Mit­te der 1930er-Jah­re ein Glas-Glo­bus mit der Auf­schrift „Pau­sa - Mit­tel­punkt der Er­de“- zwar ver­kehrt­her­um, aber sonst hät­te man die Schrift kaum le­sen kön­nen.

Und der Ur­sprung der Erd­ach­sen-Le­gen­de? Einst ha­be Pau­sa im Zen­trum des - da­mals viel grö­ße­ren - Vogt­lan­des ge­le­gen. Klar, dass das aus Pau­sa­er Sicht auch der Na­bel der Welt sein muss­te, um den sich al­les dreht …

Pau­sa als Na­bel der Welt: Bür­ger­meis­ter Jon­ny An­sor­ge (60, l.) und Pe­ter Hahn (62), Chef des Erd­ach­sen­ver­eins, sind da­von über­zeugt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.