Dres­den be­kommt Asyl-Zelt­stadt

Lan­des­di­rek­ti­on lässt in der Friedrichstadt über Nacht ei­ne Zelt­sied­lung er­rich­ten

Dresdner Morgenpost - - FRONT PAGE - Von Do­mi­nik Brüg­ge­mann

Jetzt al­so auch hier: Dres­den be­kommt ei­ne Zelt­stadt - Not­un­ter­kunft für 1100 Flücht­lin­ge, die noch die­ses Wo­che­n­en­de hier er­war­tet wer­den. Ges­tern be­gan­nen THW-Mit­ar­bei­ter mit den ers­ten Bau­vor­be­rei­tun­gen auf ei­nem Brach­ge­län­de an der Bre­mer Stra­ße (Friedrichstadt).

Buch­stäb­lich über Nacht lässt die Lan­des­di­rek­ti­on die neu­en Not­be­hau­sun­gen im Ge­wer­be­ge­biet aus dem Bo­den stamp­fen. „Für das kom­men­de Wo­che­n­en­de wer­den wie­der mehr als tau­send neue Asyl­be­wer­ber er­war­tet“, kün­dig­te Holm Fel­ber, Pres­se­spre­cher bei Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen ges­tern Abend über­ra­schend an.

„Den Auf­bau der Zel­te so­wie der In­fra­struk­tur über­nimmt das Deut­sche Ro­te Kreuz (DRK) und das Tech­ni­sche Hilfs­werk (THW)“, so Fel­ber. Die Kol­le­gen von DRK und THW setz­ten sich am Don­ners­tag so­fort in Be­we­gung, rück­ten mit ei­nem Lkw an. Auf der La­de­flä­che: Ers­te 50-

Qua­drat­me­ter-Zel­te zur Un­ter­brin­gung. „Wir hel­fen wo wir kön­nen“, so ein DRK-Mit­ar­bei­ter vor Ort.

Die we­ni­gen An­woh­ner in dem Ge­wer­be­are­al soll­ten kurz­fris­tig ges­tern Abend in­for­miert wer­den. "Wir wis­sen von dem Zelt­la­ger noch nichts, hat­ten auch noch kei­nen Hand­zet­tel im Post­kas­ten", so ein An­woh­ner.

Der Frei­staat Sach­sen hat al­lein im ers­ten Halb­jahr 10 500 Asyl­be­wer­ber neu auf­ge­nom­men. Auch im zen­tra­len Erst­auf­nah­me­la­ger in Chem­nitz müs­sen Flücht­lin­ge be­reits in Zel­ten le­ben.

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