Schla­fen im Kof­fer

Dresdner Morgenpost - - FRONT PAGE -

DRES­DEN - Schla­fen im Kof­fer, Über­nach­ten im Zug­ab­teil - wer in den Fe­ri­en noch ein Ziel in Sach­sen sucht, muss nicht un­be­dingt ins Ho­tel. Ei­ni­ge An­bie­ter ha­ben sich was ein­fal­len las­sen.

DAS HEIMELIGSTE: Viel Holz, ka­rier­te Vor­hän­ge, ein klei­ner Bol­ler­o­fen - es geht ge­müt­lich zu in den Schä­f­er­wa-

gen von Re­né Wis­gickl in Ei­ben­stock. Sechs der um­ge­bau­ten Bau­wa­gen ste­hen in­zwi­schen auf dem Ge­län­de der Ba­de­gär­ten.

DAS KLEINS­TE: Drei Me­ter mal Eins­fünf­zig - mehr Platz gibt es nicht im kleins­ten Ho­tel Deutsch­lands, dem Koff­tel in Lun­zenau. Er­fun­den und ge­baut hat die zwei Kof­fer Mat- thi­as Leh­mann. „Ich ha­be ei­ne recht um­fang­rei­che Kof­fer­samm­lung“, er­zählt der haupt­be­ruf­li­che Fahr­dienst­lei­ter der Bahn. „Da ha­be ich ge­dacht: Mensch, das wär doch was“. Nach ein biss­chen Tüf­te­lei war das Kof­fer­ho­tel fer­tig: Ein Dop­pel­stock­bett, ein WC hin­term Vor­hang und ein Wasch­be­cken - mehr Kom­fort ist nicht.

DAS ZUGISTE: Di­rekt an der idyl­li­schen Zscho­pau, un­ter­halb des Schlos­ses in Wol­ken­stein, hat der frü­he­re Mi­tro­paKoch Ul­rich Reu­ter aus­ran­gier­te Ei­sen­bahn­wag­gons ge­sam­melt. Im „Sa­lon­wa­gen“der Deut­schen Reichs­bahn kann man spei­sen, in den an­de­ren grü­nen und ro­ten Wag­gons über­nach­ten. Ei­ni­ge sind zur

Fe­ri­en­woh­nung um­ge­baut, an­de­re bie­ten das klas­si­sche Schlaf­wa­gen-Ab­teil.

WAS ES NOCH GIBT: Näch­ti­gen im Schloss, schla­fen über Baum­wip­feln in ver­schie­de­nen Baum­haus­ho­tels, ein schwim­men­des Fe­ri­en­haus auf dem Gei­ers­wal­der See in der Lau­sitz - wer et­was Un­ge­wöhn­li­ches sucht, der wird es in Sach­sen fin­den.

Wie ge­müt­lich! Ei­ne Mit­ar­bei­te­rin ge­währt ei­nen Blick in ei­nen der „Schä­f­er­wa­gen“, die auf dem Ge­län­de der Ba­de­gär­ten in Ei­ben­stock (kl.F.) ste­hen.

Blick auf die ver­schie­de­nen Ei­sen­bahn­wag­gons im Zug­ho­tel Wol­ken­stein.

Fe­ri­en­kind Ju­li­an tes­tet mit Opa Klaus das Kof­fer­ho­tel in Lun­zenau. Im Zug­ho­tel Wol­ken­stein kon­trol­liert ei­ne Mit­ar­bei­te­rin kurz vor An­kunft der Gäs­te die Schlaf­wa­gen.

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