Ein Dresd­ner Stief­kind

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

So

ein biss­chen mu­tet es wie ein Schild­bür­ger­streich an: Die Stadt­ver­wal­tung sa­niert mit - in die­ser Zeit lo­cker sit­zen­den - Hilfs­gel­dern nach der Jahr­tau­send­flut fast die kom­plet­te Tech­nik am Neu­städ­ter Brun­nen. Doch

statt den Brun­nen in den nächs­ten Jah­ren Schritt für Schritt kom­plett zu sa­nie­ren, pas­siert ein­fach so lan­ge gar nichts, bis auch die neu ein­ge­bau­te Tech­nik un­brauch­bar wird. Man könn­te dar­über schmun­zeln, wenn es nicht so är­ger­lich wä­re und wenn es nicht sinn­bild­lich für den Neu­städ­ter Markt wä­re. Bei­spie­le?

Seit Jah­ren gibt es Ide­en, ei­nen Durch­gang zur Rähnitz­gas­se zu er­mög­li­chen. Selbst die Gag­fah war ge­sprächs­be­reit und hat die bei ei­nem mög­li­chen Ab­riss weg­fal­len­den Woh­nun­gen ei­ne Zeit lang nicht ver­mie­tet. Al­lein - pas­siert ist nichts. Da­mit

nicht ge­nug: Der Neu­städ­ter Tun­nel soll ver­füllt wer­den, ein Tun­nel für die Gro­ße Mei­ße­ner Stra­ße wur­de gleich in der Ent­ste­hungs­pha­se ab­ge­würgt. Wäh­rend der Sa­nie­rung der Au­gus­tus­brü­cke soll das Stadt­fest nicht auf der Neu­städ­ter Sei­te statt­fin­den und und und … Der

Neu­städ­ter Markt ist wei­ter das Stief­kind in der Dresd­ner Stadt­ent­wick­lung - das ist bei so viel Po­ten­zi­al und so ei­ner tol­len La­ge nicht ein­zu­se­hen.

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