Er­do­gans of­fi­zi­el­le Kriegs­er­klä­rung an die PKK

Dresdner Morgenpost - - KOMMENTAR -

BRÜSSEL/AN­KA­RA Für ihr mi­li­tä­ri­sches Vor­ge­hen ge­gen die Kur­den ern­tet die Tür­kei viel Kri­tik. Doch im Kampf ge­gen den Ter­ro­ris­mus und die Ex­tre­mis­ten des Is­la­mi­schen Staa­tes (IS) si­cher­ten al­le 28 NA­TO-Part­ner bei ih­rem gest­ri­gen Son­der­gip­fel An­ka­ra ih­re So­li­da­ri­tät zu.

Die Re­gie­rung von Re­cep Tay­yip Er­do­gan hat­te Be­ra­tun­gen mit dem Mi­li­tär­bünd­nis nach Ar­ti­kel 4 des NA­TO-Ver­trags ver­langt, nach­dem sie seit Ta­gen Stel­lun­gen des IS in Sy­ri­en bom­bar­die­ren lässt. Gleich­zei­tig er­klär­te der tür­ki­sche Staats­prä­si­dent je­doch auch den Frie­dens­pro­zess mit der ver­bo­te­nen kur­di­schen Ar­bei­ter­par­tei PKK of­fi­zi­ell für be­en­det. Auch die nimmt sei­ne Luft­waf­fe seit dem Wo­che­n­en­de un­ter Be- schuss. „Es ist nicht mög­lich, ei­nen Lö­sungs­an­satz fort­zu­füh­ren mit je­nen, die die Ein­heit und In­te­gri­tät der Tür­kei un­ter­gra­ben“, sag­te er.

Dies wie­der­um wird in Brüssel mit Sor­ge be­trach­tet. Denn oh­ne die kur­di­schen Pe­schmer­ga, so die ein­hel­li­ge Mei­nung, sei der IS nicht zu­rück­zu­drän­gen, ge­schwei­ge denn zu be­sie­gen.

Er­klär­te den Frie­dens­pro­zess mit der PKK für ge­schei­tert: Tür­ken-Prä­si­dent Er­do­gan (61). Be­ra­tun­gen der An­tiIS-Al­li­anz in Brüssel.

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